
Die Nike-Aktie (NKE) stieg um fast 5,75 % auf 80,90 $, nachdem Jefferies die Einstufung der Aktie von „Halten“ auf „Kaufen“ hochgestuft und das Kursziel deutlich um 42 % auf 115 $ angehoben hatte.
Laut dem Broker wird NKEs erneuter Fokus auf Innovation die Lagerbestände ausgleichen, den Großhandelsvertrieb ankurbeln und zu höheren Umsätzen und Gewinnen führen, insbesondere da die Markterwartungen derzeit niedrig sind.
Analyst Randal Konik begründete die Hochstufung mit der Widerstandsfähigkeit des Schuhherstellers und seiner starken Markenpräsenz trotz vergangener Fehler.
Nike ernannte im Oktober 2024 den ehemaligen leitenden Angestellten Elliott Hill zum CEO und signalisierte damit eine Rückkehr zu seinen Kernkompetenzen.
Da über 50 % der potenziellen Käufer immer noch Nike für Sportschuhe wählen, glaubt Konik, dass eine neue Führung die Produktentwicklung stärken und das Gleichgewicht zwischen Direktvertrieb und Großhandel wiederherstellen wird.
Nach einem enttäuschenden Jahr 2024, in dem die Aktie des Unternehmens um fast 30 % gefallen war, hat das Unternehmen erhebliche strategische Veränderungen vorgenommen.
Jüngste Entwicklungen deuten jedoch darauf hin, dass Nike sich für ein Comeback neu positioniert.
Bill Ackmans Pershing Square erhöht Beteiligung an Nike
Neben dem Upgrade hat Nike kürzlich einen weiteren Schub erhalten: Der Hedgefonds Pershing Square des Milliardärs Bill Ackman hat seine Beteiligung an dem Unternehmen stetig erhöht und es damit zur fünftgrößten Position im Portfolio mit etwas über 11 % gemacht.
Ackmans anhaltende Käufe deuten trotz der jüngsten Schwierigkeiten auf eine starke Überzeugung von Nikes langfristigen Aussichten hin.
Der Rückgang von Nike seit seinem Höchststand im Jahr 2021 war dramatisch, wobei die Aktie über 50 % ihres Wertes verlor.
Ackman scheint dies jedoch als Chance zu sehen. Sein Fonds profitierte bereits 2017/18 von einer Nike-Investition und erzielte dabei rund 100 Millionen Dollar Gewinn.
Obwohl Ackman sich seit dem Aufbau seiner Position Mitte 2024 relativ ruhig zu Nike verhalten hat, deuten die jüngsten Meldungen seines Unternehmens auf ein wachsendes Vertrauen in die Turnaround-Strategie des Unternehmens hin.
Nike-SKIMS-Kooperation soll neuen Schwung bringen
Nike setzt nicht nur auf Führungswechsel, um das Wachstum wieder anzukurbeln – das Unternehmen unternimmt auch bedeutende Schritte im Marketing und bei Partnerschaften.
Um seine Markenführerschaft zurückzugewinnen, schaltete das Unternehmen im Februar nach 27 Jahren seinen ersten Super-Bowl-Werbespot und signalisierte damit eine aggressive Rückkehr in die große Werbung.
Darüber hinaus gab Nike kürzlich eine hochkarätige Zusammenarbeit mit SKIMS bekannt, der von Kim Kardashian mitbegründeten Shapewear-Marke.
Das Joint Venture, das im Frühjahr starten soll, wird voraussichtlich neue Impulse für Nikes Bekleidungsgeschäft bringen.
SKIMS ist seit seiner Gründung im Jahr 2019 rasant gewachsen und erzielt einen Jahresumsatz von rund 1 Milliarde US-Dollar sowie eine Expansion in den stationären Einzelhandel.
Der Erfolg der Marke bei der Bereitstellung inklusiver Größen und trendiger Designs könnte Nike einen Vorteil im wettbewerbsintensiven Athleisure-Markt verschaffen, in dem Konkurrenten wie Lululemon an Boden gewonnen haben.
Nikes finanzielle Stärke unterstützt das Comeback-Potenzial.
Trotz der jüngsten Umsatzrückgänge bleibt Nike ein finanzielles Schwergewicht.
Das Unternehmen verfügt über 9,7 Milliarden Dollar an Barmitteln und übersteigt damit seine Gesamtverschuldung von 9 Milliarden Dollar. Diese finanzielle Flexibilität ermöglicht es Nike, ohne übermäßiges Risiko in Produktinnovationen, Marketing und strategische Partnerschaften zu investieren.
Aus Bewertungssicht wird die Nike-Aktie mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von 2,3 gehandelt, dem niedrigsten Wert seit über einem Jahrzehnt.
Historisch gesehen lag das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) der Aktie im Durchschnitt bei 3,6, was ein erhebliches Aufwärtspotenzial nahelegt, falls das Unternehmen seine Sanierungsstrategie erfolgreich umsetzt.
Nikes starke Markenbekanntheit, umfangreiche Sponsoringverträge mit großen Sportligen und eine widerstandsfähige globale Lieferkette positionieren das Unternehmen gut für eine mögliche Erholung.
Laut von LSEG zusammengestellten Daten lautet die durchschnittliche Bewertung von 39 Analysten für NKE „Kaufen“, mit einem mittleren Kursziel von 90 US-Dollar.
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