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Laut einem Bericht von Sky News hat Bain Capital, einer der weltweit größten Private-Equity-Investoren, ein Übernahmeangebot für Chemring, das im FTSE 250 gelistete Verteidigungs- und Luftfahrtunternehmen, abgegeben.

Der Schritt ist Teil eines wachsenden Trends ausländischer Übernahmeinteressen an unterbewerteten britischen Unternehmen.

Der Aktienkurs der Chemring Group stieg am Montag um mehr als 14 %.

Laut mit der Angelegenheit vertrauten Quellen hat Bain in den letzten Wochen mindestens ein Angebot abgegeben, wobei ein erstes Angebot angeblich bei 390 Pence pro Aktie lag, heißt es in dem Bericht.

Dies entspricht einem moderaten Aufschlag auf den Chemring-Aktienkurs von 356 Pence am Montagmorgen.

Ein zweites Angebot soll in Erwägung gezogen werden, obwohl unklar bleibt, ob es dem Verwaltungsrat des Unternehmens, dessen Vorsitz der ehemalige Rolls-Royce Holdings- und Meggitt-Manager Tony Wood innehat, formell unterbreitet wurde.

Chemring – ein strategisch sensibler Deal, aber Bains Vorgehen bleibt ungewiss.

Trotz des Interesses von Bain Capital ist es nicht sicher, dass das Unternehmen den Deal aggressiv verfolgen wird.

Eine Quelle deutete an, dass die Private-Equity-Firma noch nicht entschieden habe, wie weit sie die Verhandlungen treiben wolle.

Chemring, das Hightech-Verteidigungsausrüstung herstellt und Organisationen wie die NASA und SpaceX beliefert, bleibt ein strategisch sensibles Übernahmeziel.

Seine Produktpalette umfasst Infrarot-Gegenmaßnahmen zur Abwehr feindlicher Angriffe.

Das Unternehmen beschäftigt rund 2.700 Mitarbeiter und ist in wichtigen Bereichen der Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie tätig.

In seinem jüngsten Finanzbericht, der Mitte Dezember veröffentlicht wurde, gab Chemring einen Rekordauftragsbestand bekannt.

Seine Aktien brachen jedoch ein, nachdem Bedenken hinsichtlich der Gewinnmargen aufgrund von Problemen in einer US-amerikanischen Anlage aufgetaucht waren.

Anstieg der Verteidigungsausgaben schürt das Interesse

Der Anstieg der globalen Verteidigungsausgaben hat Unternehmen wie Chemring zu attraktiven Zielen für private Investoren gemacht.

NATO-Mitglieder haben zugesagt, die Militärausgaben zu erhöhen, insbesondere als Reaktion auf geopolitische Spannungen und die Wiederwahl Donald Trumps zum US-Präsidenten.

Michael Ord, der Vorstandsvorsitzende von Chemring, hat sein Vertrauen in die Zukunft des Unternehmens zum Ausdruck gebracht und dessen Aussichten als „zunehmend robust“ bezeichnet.

Er bemerkte auch einen Wandel von der Globalisierung zu einer Ära des „Wettbewerbs der Großmächte“, eine Einschätzung, die von Analysten des Verteidigungssektors geteilt wird.

Trotz des Rekordauftragsbestands bleibt die Chemring-Aktie im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert.

Bei einer Marktkapitalisierung von etwa 975 Millionen Pfund würde eine typische Übernahmeprämie von 30 % das Unternehmen mit rund 1,3 Milliarden Pfund bewerten.

Ein wachsender Trend von Übernahmen britischer Unternehmen durch Private-Equity-Gruppen

Chemring ist das jüngste Unternehmen in einer Reihe von an der Londoner Börse notierten Firmen, die von Private-Equity-Gruppen ins Visier genommen wurden.

Die Learning Technologies Group hat kürzlich einer Übernahme durch General Atlantic zugestimmt, während BP und ITV weiterhin Gegenstand von Übernahmespekulationen sind.

Unterdessen erhielt das in Amsterdam notierte Unternehmen Just Eat Takeaway, das kürzlich von der Londoner Börse dekotiert wurde, ein Übernahmeangebot in Höhe von 4,1 Milliarden Euro vom Technologieinvestor Prosus.

Bain Capital, dessen Portfolio esure und eine Beteiligung an Virgin Voyages umfasst, hat sich zu seinem Vorgehen bedeckt gehalten. Chemring hat ebenfalls eine Stellungnahme zu der Angelegenheit abgelehnt.

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