
Die südkoreanische Datenschutzbehörde hat die Aussetzung neuer Downloads der chinesischen KI-App DeepSeek angekündigt, da die App die strengen Datenschutzbestimmungen des Landes nicht eingehalten habe.
Die Entscheidung, die am Samstag in Kraft trat, folgt auf die Anerkennung durch DeepSeek, dass das Unternehmen nicht vollständig dem südkoreanischen Datenschutzgesetz (PIPA) entsprochen hat.
Laut der Kommission für den Schutz personenbezogener Daten (PIPC) wird der Dienst von DeepSeek erst wieder aufgenommen, wenn das Unternehmen die erforderlichen Verbesserungen vornimmt, um die Datenschutzgesetze Südkoreas einzuhalten.
Obwohl neue Downloads blockiert wurden, ist der Webdienst der App für Nutzer in Südkorea weiterhin zugänglich.
Das chinesische KI-Startup DeepSeek steht wegen seines Umgangs mit personenbezogenen Daten unter Beobachtung, was das Unternehmen letzte Woche zur Ernennung von Rechtsvertretern in Südkorea veranlasste.
Die PIPC bestätigte, dass das Unternehmen die Datenschutzanforderungen des Landes nicht ausreichend berücksichtigt hatte.
Diese Aussetzung folgt ähnlichen Maßnahmen anderer Länder wie Italien.
Letzten Monat ordnete die italienische Datenschutzbehörde Garante DeepSeek an, seinen Chatbot aufgrund von Datenschutzbedenken zu sperren, da das Unternehmen die Probleme der Behörde mit seiner Datenschutzrichtlinie nicht behoben hatte.
DeepSeek hat sich zu diesen jüngsten Entwicklungen noch nicht öffentlich geäußert.
Auf die Frage nach dem Vorgehen der südkoreanischen Regierung betonte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums jedoch Chinas Engagement für den Schutz der Privatsphäre und Sicherheit von Daten.
Der Sprecher versicherte, dass Peking Unternehmen oder Einzelpersonen niemals dazu ermutigen oder zwingen werde, Datenschutzgesetze zu verletzen.
Da die globale Regulierungslandschaft im Bereich Datenschutz immer strenger wird, müssen Unternehmen wie DeepSeek erhebliche Anpassungen vornehmen, um die Einhaltung immer strengerer Standards sicherzustellen.
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