
Die Aktien des britischen Pharmakonzerns GSK stiegen am Mittwoch, nachdem das Unternehmen seine langfristige Umsatzprognose angehoben und starke Finanzergebnisse für 2024 gemeldet hatte.
Die Aktie stieg im frühen Handel um 5,9 % und war damit die beste Aktie im FTSE 100 und auf dem Weg zu ihrem größten Tagesgewinn seit 2022.
GSK erhöhte sein Umsatzziel für 2031 auf mehr als 40 Milliarden Pfund, gegenüber der vorherigen Schätzung von 38 Milliarden Pfund.
Die Anhebung spiegelt das Vertrauen des Unternehmens in seine Arzneimittelpipeline wider, insbesondere in Spezialmedikamente, HIV-Behandlungen und Onkologiemedikamente.
Die verbesserte Prognose kommt, nachdem GSK bekannt gab, dass sein Gesamtumsatz im Jahr 2024 um 3 % auf 31,4 Milliarden Pfund gestiegen ist.
Bei konstanten Wechselkursen entspricht dies einem Anstieg von 7 %.
Das Wachstum wurde hauptsächlich durch die Leistung der Spezialmedikamente und HIV-Behandlungen vorangetrieben, was den schwächeren Impfstoffumsatz ausglich.
GSK-Gewinn steigt trotz Zantac-Prozesskosten
Der Gesamtbetriebsgewinn sank jedoch aufgrund einer einmaligen Belastung von 1,8 Milliarden Pfund im Zusammenhang mit der Beilegung von Rechtsstreitigkeiten wegen Zantac um 40 % auf 4 Milliarden Pfund.
Trotz der Rechtskosten bleibt das Unternehmen optimistisch hinsichtlich seiner zukünftigen Leistung.
Für 2025 erwartet GSK ein Umsatzwachstum zwischen 3 % und 5 % bei konstanten Wechselkursen, wobei der bereinigte Betriebsgewinn voraussichtlich um 6 % bis 8 % steigen wird.
Das Selbstvertrauen des Unternehmens wird durch seine „herausragende“ Arzneimittelpipeline in der späten Entwicklungsphase gestärkt.
CEO Emma Walmsley betonte das Engagement von GSK für Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E), um weitere Innovationen bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen, Immunologie, Onkologie und HIV voranzutreiben.
2-Milliarden-Pfund-Aktienrückkaufprogramm und Prognose des GSK-Aktienkurses
GSK kündigte außerdem Pläne zur Steigerung der Aktionärsrendite an.
Das Unternehmen hat eine Dividende von 16 Pence pro Aktie für das vierte Quartal ausgeschüttet und erwartet, die Gesamtdividende für 2025 auf 64 Pence pro Aktie zu erhöhen, gegenüber 61 Pence im letzten Jahr.
Darüber hinaus kündigte GSK ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von zwei Milliarden Pfund an, das in den nächsten 18 Monaten durchgeführt werden soll. Damit will das Unternehmen den Aktionären Kapital zurückgeben und gleichzeitig sein Vertrauen in die Wachstumsperspektiven des Unternehmens signalisieren.
Trotz der starken Marktreaktion bleiben einige Analysten vorsichtig.
Richard Hunter, Leiter der Märkte bei Interactive Investor, sagte:
Trotz der positiven Reaktion auf die Zahlen beim Börsendebüt scheint es noch etwas zu früh zu sein, von einer Heilung aller Probleme von GSK zu sprechen. Der Marktkonsens, die Aktien als „Halten“ einzustufen, dürfte vorerst bestehen bleiben.
Die Strategie von GSK für die Zukunft konzentriert sich auf die Stärkung des Produktportfolios und die Ausweitung der Präsenz in wichtigen Therapiebereichen.
Mit einem starken Arzneimittelportfolio, einer robusten Pipeline und dem Engagement für die Rendite der Aktionäre positioniert sich GSK für ein nachhaltiges Wachstum in den kommenden Jahren.
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