
Google kündigte an, den Golf von Mexiko auf seinen Karten für Nutzer in den USA in „Golf von Amerika“ umzubenennen.
Laut einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform X werden die Nutzer in Mexiko weiterhin den Golf von Mexiko sehen, während die Nutzer außerhalb beider Länder beide Namen sehen werden.
Google erklärte, dass diese Änderung einer langjährigen Praxis folge, bei der offizielle Namen je nach Land angepasst werden, um sicherzustellen, dass lokale Benutzer ihre offiziellen Namen sehen, während Benutzer anderswo beide Versionen sehen.
Die Entscheidung, den Golf von Mexiko umzubenennen, folgt auf eine letzte Woche von Präsident Donald Trump unterzeichnete Anordnung.
Am Freitag bestätigte das US-Innenministerium die vorgenommene Änderung und erklärte, dass derzeit daran gearbeitet werde, das Geografische Namensinformationssystem mit der neuen Nomenklatur zu aktualisieren.
Was verbirgt sich hinter dem Golf von Amerika?
Die Umsetzung der Namensänderung durch Google zeigt, wie wichtig digitale Plattformen für geopolitische Entscheidungen werden.
In den USA wird der Golf künftig ausschließlich als Golf von Amerika bezeichnet, während in Mexiko der ursprüngliche Name beibehalten wird.
Benutzer außerhalb dieser beiden Länder sehen den Namen in diesem Format: „Golf von Mexiko (Golf von Amerika)“.
Die Änderung entspricht ähnlichen Namenskonventionen, die Google für andere umstrittene Gebiete eingeführt hat, wie beispielsweise die doppelte Bezeichnung des „Japanischen Meeres (Ostmeer)“ zwischen Japan und Südkorea.
Präsident Donald Trump kündigte während einer Pressekonferenz Anfang des Monats die Entscheidung an, den Golf von Mexiko in „Golf von Amerika“ umzubenennen.
Er bezeichnete den neuen Namen als „schön“ und „angemessen“ und deutete an, dass er mit den anhaltenden Frustrationen über die Einwanderungspolitik Mexikos und die Drogenhandelsprobleme zusammenhänge.
Neben der Umbenennung des Golfs von Mexiko ändert Präsident Donald Trump mit seiner Anordnung auch den Namen des höchsten Berges Nordamerikas, Denali in Alaska, zurück in Mount McKinley. Google bestätigte, dass diese Namensänderung auch auf seiner Plattform widergespiegelt wird.
Gemäß der Anordnung hat der Innenminister 30 Tage Zeit, die Namensänderungen in der GNIS-Datenbank umzusetzen.
Sobald die Aktualisierung im GNIS erfolgt ist, müssen alle Karten, Verträge und Dokumente der Bundesbehörden den neuen offiziellen Namen widerspiegeln.
Die Umbenennung dieser geografischen Merkmale steht im Einklang mit Trumps breiterem Ziel, das, was seine Regierung als amerikanisches Erbe bezeichnet, zu behaupten.
Reaktion auf Trumps Anordnung
Die Umbenennung des Golf von Amerika hat gemischte Reaktionen hervorgerufen und Auswirkungen auf die internationalen Beziehungen. Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum schlug scherzhaft vor, dass Nordamerika selbst in „Mexikanisches Amerika“ umbenannt werden könnte, in Anspielung auf eine historische Kartenbezeichnung.
Der Schritt zur Umbenennung des Golfs spiegelt frühere Kontroversen wider. So geriet Google 2012 unter Beschuss, weil es die Wasserstraße zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel namenlos ließ. Später wurde sie als „Persischer Golf (Arabischer Golf)“ bezeichnet, um den konkurrierenden regionalen Erzählungen Rechnung zu tragen.
Im Fall des Golfes von Mexiko argumentieren Kritiker, dass die Umbenennung auf Unilateralismus zurückzuführen sei und die gemeinsame kulturelle und historische Bedeutung der Region missachte.
Aus diplomatischer Sicht besteht die Gefahr, dass die Änderung die Beziehungen zwischen den USA und Mexiko belastet, da der Golf nicht nur eine wichtige wirtschaftliche Ressource, sondern auch ein gemeinsamer Seeweg ist.
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