
Die südkoreanischen Regulierungsbehörden haben mit der Arbeit an der zweiten Phase der Kryptowährungsregulierung begonnen, um verschiedene Regulierungslücken zu schließen.
Bei der zweiten Sitzung des Virtual Asset Committee erklärte der Vizepräsident der Financial Services Commission, Kim So-young, dass die Regulierungsbehörde umfassende Gespräche über die nächste Phase der Krypto-Regulierung eingeleitet habe, die sich auf die wichtigsten Aspekte des digitalen Ökosystems des Landes konzentrieren werde, so lokale Medienberichte vom 15. Januar.
Der erste Satz von Krypto-Regeln, definiert durch das Gesetz zum Schutz der Nutzer virtueller Vermögenswerte, wurde im Juli 2024 in Kraft gesetzt.
Der Schwerpunkt lag auf dem Schutz der Einlagen der Nutzer, der Regulierung unlauterer Handelspraktiken und der Einführung von Strafen für Verstöße zum Schutz der Anleger.
Die zweite Phase der Krypto-Regulierung in Korea
Die zweite Phase wird sich auf andere Bereiche konzentrieren, darunter Richtlinien für den Handel, die Vermittlung, die Verwahrung, die Beratung und die Bewertung virtueller Vermögenswerte.
Für Dienstleister werden die Vorschriften Zulassungsvoraussetzungen, Betriebsleitlinien und Maßnahmen zur Vermeidung von Interessenkonflikten festlegen.
Um die Einhaltung zu gewährleisten, werden auch verbindliche interne Kontrollstandards eingeführt.
Die Regulierungsbehörden werden sich auch durch einen separaten Rahmen auf Stablecoin-Transaktionen und damit verbundene Geschäftsaktivitäten konzentrieren.
In seiner Eröffnungsrede verwies Kim auf regulatorische Entwicklungen in großen Volkswirtschaften wie der Europäischen Union, Hongkong und Singapur und betonte, dass Südkorea mit den globalen Trends Schritt halten und die Vorschriften für virtuelle Vermögenswerte klären müsse.
Ein übersetzter Ausspruch des Vizepräsidenten lautet:
Die USA werden voraussichtlich auch in naher Zukunft Priorität darauf legen, die Regulierungsbehörden für virtuelle Vermögenswerte zu klären und Vorschriften für Stablecoins zu erlassen. Unsere Regierung muss die breiteren globalen Trends erkennen und unseren derzeitigen Regulierungsrahmen kontinuierlich bewerten und verbessern.
Der FSC plant die Einrichtung von Arbeitsgruppen und Unterausschüssen mit Beteiligung verwandter Behörden, um die während der Diskussionen des Virtual Asset Committee identifizierten Hauptaufgaben gründlich zu überprüfen.
Ein Entwurf soll bis Mitte 2025 fertiggestellt werden.
Keine Entscheidung zu Unternehmens-Kryptokonten
Ein weiteres während des Treffens diskutiertes Thema waren Unternehmens-Kryptokonten, die zwar nicht offiziell verboten, aber dennoch effektiv eingeschränkt bleiben.
Laut Vizepräsident Kim wurde das Thema eingehend geprüft, unter anderem in 12 Unterausschüssen und Arbeitsgruppen, aber eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.
Die Community hat eine Lösung erwartet und frühere Berichte deuteten darauf hin, dass die Regulierungsbehörden dies schrittweise zulassen würden, da solche Konten den Weg für Unternehmensinvestitionen in digitale Vermögenswerte ebnen könnten.
Bei früheren Treffen wurde die Angelegenheit jedoch nicht als Priorität behandelt, und die Regulierungsbehörden konzentrierten sich stattdessen auf umfassendere politische Fragen.
Einführung der Krypto-Steuer verschoben
Wie Invezz bereits berichtete, hat Südkorea auch die Umsetzung eines Krypto-Steuergesetzes verschoben, das auf Kryptowährungsgewinne über 2,5 Millionen Won (rund 1.800 US-Dollar) eine Steuer von 20 % sowie eine zusätzliche lokale Einkommensteuer von 2 % auf die entsprechenden Gewinne erheben würde.
Die Verordnung, die ursprünglich 2021 in Kraft treten sollte, stieß auf großen Widerstand von Branchenvertretern und Gesetzgebern und wurde nun auf 2027 verschoben.
Dennoch hat das Land einen Anstieg der Krypto-Akzeptanz und -Investitionen erlebt, insbesondere seit der künftige Präsident Donald Trump bei den US-Wahlen 2024 den Sieg errang.
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