Venezuela’s inflation hits 85% in 2024 as currency struggles amid turmoil

Im Jahr 2024 stand Venezuela vor einer schwierigen Situation.

Die jährliche Inflationsrate des Landes erreichte einen schockierenden Wert von 85 %, was eine deutliche Steigerung gegenüber den bereits besorgniserregenden Anstiegen vor September desselben Jahres darstellte.

Laut dem venezolanischen Finanzobservatorium lag die Ursache des Problems in einer problematischen Fehlanpassung des Wechselkurses sowie in der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit.

Interessanterweise übertraf die Inflationsrate die offiziellen und Schwarzmarkt-Wechselkurse, die um 45 % bzw. 66 % anstiegen.

Dies ist von Bedeutung, da der reale Wechselkurs hinterherhinkt, wenn der Wechselkurs nicht mit den steigenden Preisen Schritt hält.

Dies bedeutet, dass die Preise in Dollar steigen und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes auf globaler Ebene sinkt.

Der schwierige Kampf der Zentralbank von Venezuela

Angesichts der rasant steigenden Nachfrage nach Devisen musste die Zentralbank Venezuelas (BCV) im letzten Quartal 2024 rund 632 Millionen US-Dollar abgeben.

Dies alles geschah im Bemühen, den Bolivar vor einem weiteren Absturz gegenüber dem US-Dollar zu bewahren, und zwar im Rahmen einer stillen Politik der leichten Abwertung, die darauf abzielt, die Abwärtsspirale der Währung zu stoppen.

Zu diesem Zeitpunkt war der Abstand zwischen dem Schwarzmarkt- und dem offiziellen Dollar-Kurs der größte seit 2022 und betrug satte 27 %.

Diese wachsende Kluft spricht für sich und zeigt, wie groß das Misstrauen gegenüber der offiziellen Währung ist und wie tief die wirtschaftlichen Probleme reichen.

Monatliche Inflationsentwicklung und Verbraucherpreise

Im Dezember 2024 verschärfte sich die Lage noch weiter, als die monatliche Inflationsrate von 12,5 % im November auf 14,8 % anstieg.

Dieser Anstieg wurde hauptsächlich durch eine 14-prozentige Aufwertung des Dollars verursacht.

Alle Komponenten des nationalen Verbraucherpreisindex verzeichneten große Anstiege.

Die Lebensmittelpreise stiegen um 16,4 %, die Preise für Kleidung und Schuhe um 15,5 %, die Preise für Haushaltswaren um 17,2 %, die Kommunikationskosten um 20 % und die Preise der Gastronomiebranche, zu der Restaurants und Hotels gehören, um erstaunliche 26,5 %.

Ungleiche Auswirkungen der Inflation in den Regionen

Das Inflationsproblem hat nicht alle Teile des Landes gleichermaßen getroffen. Einige Regionen waren stärker betroffen als andere.

Betrachten wir Anzoátegui (einen Binnenstaat), der die höchste jährliche Inflationsrate (96 %) aufwies, gefolgt von Nueva Esparta (86 %), Zulia (84 %) und der Metropolregion Caracas (der Hauptstadt) (80 %).

Diese Unterschiede spiegeln das ungleichmäßige wirtschaftliche Leid Venezuelas wider, wobei einige Regionen eine unverhältnismäßig große Last zu tragen haben und das Leben ihrer Bürger dadurch noch schwieriger wird.

Blick nach vorn: eine düstere Prognose

Da der Kurs der Währung weiter fällt und die Inflationsdruck anhalten, ist die Prognose für 2025 nicht sehr optimistisch.

Experten glauben, dass die Inflation wieder beschleunigen könnte und möglicherweise dreistellige Werte erreichen könnte, was an die früheren Hyperinflationskrisen erinnert.

Angesichts der Volatilität des Wechselkurses, der schwierigen Haushaltsziele und der anhaltenden wirtschaftlichen Probleme erscheinen die Aussichten für eine Erholung Venezuelas düster.

Dieses Problem ist jedoch nicht neu.

Es ist Teil eines größeren Musters wirtschaftlicher Unsicherheit, das Venezuela schon seit einiger Zeit plagt.

Die Diskrepanz zwischen Währungswerten und Verbraucherpreisen zeigt ein nicht nachhaltiges Wirtschaftsmodell mit erheblichen Auswirkungen auf das Leben der Menschen.

Da die Preise für lebensnotwendige Güter steigen, sinkt der Lebensstandard und die Sorgen vor sozialen Unruhen und wirtschaftlichen Katastrophen nehmen zu.

Venezuela steht an einem Scheideweg, denn Inflation, Währungsabwertung und wirtschaftliche Misswirtschaft drohen, das gesellschaftliche Gefüge zu zerstören.

Während die politischen Entscheidungsträger diese herausfordernden Zeiten meistern, wird deutlich, dass dringende, bedeutende Wirtschaftsreformen und Revitalisierungsinitiativen erforderlich sind.

Ohne dringende Maßnahmen könnte sich der Zyklus der Hyperinflation nicht nur fortsetzen, sondern verschärfen, was Millionen Menschen in eine schwierige Lage bringen würde, ohne dass sie wüssten, was die Zukunft bringt.

The post Wegen der Wirtschaftskrise steigt die Inflation in Venezuela im Jahr 2024 auf 85 % appeared first on Invezz