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Die europäischen Märkte starteten am Dienstag schwach, wobei der paneuropäische Stoxx 600-Index um 0,4 % nachgab, da alle Sektoren und großen Börsen mit negativen Werten eröffneten.

Eine entscheidende Woche für die globale Geldpolitik steht bevor, da die US-Notenbank, die Bank of England und andere Zentralbanken ihre Entscheidungen bekannt geben werden.

Die letzte zweitägige geldpolitische Sitzung der US-Notenbank in diesem Jahr begann am Dienstag. Die Bekanntgabe der geldpolitischen Entscheidung wird für den 18. Dezember erwartet.

Laut dem FedWatch-Tool der CME Group rechnen die Händler mit einer 95-prozentigen Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte.

Die Marktteilnehmer werden die Pressekonferenz von Fed-Chef Jerome Powell nach der Sitzung genau verfolgen, um Aufschluss über künftige politische Schritte zu erhalten.

Unterdessen soll die Bank of England (BoE) am Donnerstag zusammentreten.

Obwohl der Markt im Wesentlichen keine Zinsänderungen erwartet, besteht eine geringe Möglichkeit einer endgültigen Zinssenkung.

Rohstoffaktien ziehen den FTSE 100 nach unten

Der Londoner FTSE 100-Index verlor 0,8 % und sank um 62,71 Punkte auf 8.199,34, da Rohstoffaktien den Index belasteten.

Die Aktien von Shell fielen um 44,5 Pence auf 2.414 Pence, BP sank um 5,65 Pence auf 379,45 Pence und Glencore rutschte um 4,7 Pence auf 363,05 Pence ab.

Auch die Blue-Chip-Unternehmen AstraZeneca und BAE Systems mussten Rückgänge hinnehmen und fielen um 140 Pence auf 10.384 Pence bzw. um 13,5 Pence auf 1.183,5 Pence.

Das Vertriebs- und Dienstleistungsunternehmen Bunzl führte die Liste der Verlierer an und verlor 5 % oder 176 Pence auf 3.382 Pence, nachdem es gewarnt hatte, dass anhaltende Deflation seinen Betriebsertrag im Jahr 2024 leicht beeinträchtigen würde.

Im Gegensatz dazu stieg die London Stock Exchange Group um 70 Pence auf 11.585 Pence, nachdem UBS die Aktie mit einem Kursziel von 13.500 Pence als „Kaufen“ eingestuft hatte.

Aktien des Hollywood Bowl fallen um 11 %

Auch der FTSE 250-Index eröffnete mit einem Minus von 103,34 Punkten bei 20.709,69.

Unter den Nachzüglern fielen die Aktien des Hollywood Bowl nach der Bekanntgabe der Jahresergebnisse um 11 % oder 36 Pence auf 297,5 Pence.

Der Betreiber von Kegelbahnen meldete für das am 30. September endende Jahr einen Umsatzanstieg von 7,1 % auf einen Rekordwert von 230,4 Millionen Pfund.

Die bereinigten Gewinne sanken jedoch um 5,2 % auf 45 Millionen Pfund, was teilweise auf die steigenden Sozialversicherungskosten für Arbeitgeber zurückzuführen ist.

Das Unternehmen warnte, dass die im jüngsten Haushaltsentwurf der britischen Regierung eingeführten Änderungen seine jährlichen Kosten ab April um 1,2 Millionen Pfund erhöhen würden.

Trotz dieser Herausforderungen blieb CEO Stephen Burns optimistisch hinsichtlich des langfristigen Wachstums des Unternehmens und plant, die Anzahl der Standorte von 85 auf 130 bis 2035 zu erhöhen.

Im laufenden Geschäftsjahr sollen in Großbritannien vier neue Standorte und in Kanada mindestens zwei neue Standorte eröffnet werden.

Bunzl verliert 5 %

Auch das Vertriebs- und Dienstleistungsunternehmen Bunzl stand unter dem Mikroskop der Investoren, nachdem es erklärt hatte, dass anhaltende Deflation sich 2024 leicht auf seinen bereinigten Betriebsgewinn auswirken werde.

Nach der Aktualisierung fielen die Aktien um 5 % oder 178 Pence auf 3.380 Pence.

Trotz der kurzfristigen Herausforderungen hob CEO Frank van Zanten ein robustes Umsatzwachstum hervor, das durch Akquisitionen und die zugrunde liegende Leistung vorangetrieben wurde.

Er erwartet im Vergleich zu 2023 einen starken Anstieg des Betriebsergebnisses und eine Margenausweitung.

Mit Blick auf die Zukunft bleibt Bunzl hinsichtlich der Wachstumsaussichten für 2025 optimistisch, unterstützt durch Akquisitionen und eine stetige Nachfrage nach seinen wichtigen Produkten und Dienstleistungen.

Unterdessen haben die politischen Unwägbarkeiten in Deutschland die Marktsorgen verschärft.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat am Montag ein Misstrauensvotum im Parlament verloren und damit die Bühne für Neuwahlen am 23. Februar bereitet.

Dieser Schritt folgt auf den Zusammenbruch seiner Koalitionsregierung im letzten Monat.

Zu den am Dienstag veröffentlichten Wirtschaftsdaten zählen die Arbeitslosenquoten in Großbritannien sowie die Ifo-Konjunkturindizes und das Konjunkturklima in Deutschland. Sie bieten neue Einblicke in die Lage der beiden größten Volkswirtschaften Europas.

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