Bitcoin mining, BTC

Die Deutsche Telekom kooperiert über ihre Tochtergesellschaft MMS mit dem Bankhaus Metzler, um die Nutzung überschüssiger erneuerbarer Energie zum Mining von Bitcoin (BTC) zu erproben.

Die in einer Pressemitteilung am 4. November angekündigte Zusammenarbeit zielt auf den Betrieb einer Bitcoin-Mining-Infrastruktur ab, die erneuerbare Energiequellen nutzt, die sonst ungenutzt blieben.

Deutsche Telekom interessiert sich für Bitcoin-Innovation in Deutschland

Der Telekom-Mitteilung zufolge soll das Pilotprojekt Felddaten und Erkenntnisse liefern, die als Grundlage für künftige Projekte zum BTC-Mining dienen sollen.

Metis Solutions fungiert bei diesem Pilotprojekt als Hosting-Partner. Der Mining-Container steht inzwischen bei RIVA Engineering in Backnang, Deutschland.

„Mit der wachsenden Zahl erneuerbarer Energiequellen und den damit verbundenen Schwankungen der verfügbaren Energie steigt der Bedarf an schnell verfügbarer Regelleistung. Dafür brauchen wir Mechanismen, die schnell auf Veränderungen reagieren und Schwankungen abfedern können“, sagt Oliver Nyderle, Leiter Digital Trust & Web3 Infrastructure bei der Deutschen Telekom MMS.

Nyderle fügte hinzu, dass die Partnerschaft mit dem Bankhaus Metzler und RIVA Engineering ein Schritt zur Messung der Auswirkungen von BTC-Minern auf das Energienetz sei.

Die Initiative werde dies anhand digitaler Werte messen, die die überschüssige Energie darstellen – das Projekt nennt dies „digitale monetäre Photosynthese“, fügte Nyderle hinzu.

Die Regulierung der Stromversorgung durch Bitcoin-Mining wurde in den USA und Finnland erfolgreich umgesetzt.

Die Partnerschaft zwischen MMS und Bankhaus Metzler zielt auf eine ähnliche Validierung für Deutschland ab, betonte die Telekom in der Pressemitteilung.

„Unser Ziel ist es, in verschiedenen Anwendungsbereichen Erfahrungen zu sammeln, um die Innovationskraft der Blockchain-Technologie in Deutschland weiter voranzutreiben. Daher freuen wir uns sehr, Teil dieses Pilotprojekts mit der Telekom MMS zu sein. Die Blockchain-Technologie gewinnt auch im operativen Geschäft außerhalb der Finanzbranche zunehmend an Bedeutung – und für die Verwaltung von Krypto-Assets ist ein vertrauenswürdiger Finanzpartner unverzichtbar“, sagt Hendrik König, Leiter des Geschäftsbereichs Digitale Vermögenswerte beim Bankhaus Metzler.

Deutsche Telekom’s web3 steps

Telekom MMS hat seit 2020 im Kryptomarkt deutlich an Zugkraft gewonnen, was einen weiteren großen Schritt in seinem Web3-Vorhaben darstellt. In den letzten Jahren hat die Telekom Infrastruktur für einige der führenden Blockchain-Protokolle der Branche bereitgestellt.

Dazu gehören Chainlink, Fetch.ai, Polkadot und Polygon.

Im Jahr 2021 gab die Deutsche Telekom ihre Investition in Celo bekannt und gab bekannt, dass sie den nativen Token CELO der dezentralen Finanzplattform (DeFi) gekauft habe.

Ein weiterer großer Schritt erfolgte im September 2022, als der Telekommunikationsriese Unterstützung für Ethereum ankündigte. Damit begann er, Dienste als Validierungsknoten bereitzustellen, als das Ethereum-Blockchain-Netzwerk von einem Proof-of-Work- zu einem Proof-of-Stake-Konsensmechanismus wechselte.

Das T-Systems MMS der Telekom hat außerdem Unterstützung für Liquid Staking hinzugefügt.

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