
Der Preis für US-Rohöl ist den fünften Tag in Folge gestiegen und hat die Marke von 77 Dollar pro Barrel überschritten.
Dieser Anstieg ist auf die erhöhten geopolitischen Spannungen zurückzuführen, die sich aus der Entscheidung des Pentagons ergeben, aufgrund der zunehmenden Bedrohung Israels durch den Iran seine Streitkräfte im Nahen Osten zu verstärken.
Der jüngste Anstieg unterstreicht die Auswirkungen der geopolitischen Entwicklungen auf die globalen Ölmärkte.
WTI- und Brent-Preise steigen
Das Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im September schloss bei 77,69 USD pro Barrel, was einem Anstieg von 85 Cent oder 1,11 % entspricht. Damit beträgt der Zuwachs von WTI seit Jahresbeginn 8,4 %.
Unterdessen stieg der Preis für Brent-Öl zur Lieferung im Oktober um 74 Cent oder 0,93 Prozent auf 80,37 Dollar pro Barrel, was einem Zuwachs seit Jahresbeginn von 4,3 Prozent entspricht.
Der anhaltende Anstieg der Ölpreise spiegelt die wachsende Sorge über die geopolitische Instabilität im Nahen Osten wider.
US-Verteidigungsminister Lloyd Austin reagierte auf diese Spannungen mit der Entsendung einer Trägerkampfgruppe, darunter auch F-35-Kampfflugzeuge, in die Region.
Darüber hinaus wurde ein Lenkwaffen-U-Boot näher an den Nahen Osten verlegt, was auf eine erhöhte Bereitschaft für mögliche Konflikte hindeutet und den Ölpreis weiter in die Höhe treibt.
Anpassungen der OPEC-Nachfrageprognose
Trotz des Anstiegs der Rohölpreise hat die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ihre Prognose für das globale Nachfragewachstum aufgrund des schwächeren Verbrauchs in China um 135.000 Barrel pro Tag nach unten korrigiert.
Diese Abwärtskorrektur hat die Begeisterung der Märkte jedoch nicht gedämpft; ihr Fokus liegt weiterhin auf den geopolitischen Risiken, die zu Störungen der Ölversorgungsketten führen könnten.
Phil Flynn, ein leitender Marktanalyst der Price Futures Group, betonte, dass der Markt trotz der vorsichtigen Prognose der OPEC hinsichtlich des Nachfragewachstums stark auf geopolitische Risiken reagiere.
Flynn wies auch darauf hin, dass der Markt aufgrund sinkender Lagerbestände wahrscheinlich mit einem Angebotsdefizit konfrontiert sei, was kurzfristig zu hohen Preisen führen könne.
Erdgas- und Benzinpreise steigen
Auch der Energiemarkt insgesamt verzeichnet Aufwärtstrends, sowohl die Erdgas- als auch die Benzinpreise steigen. Der September-Kontrakt für Erdgas schloss bei 2,23 Dollar pro tausend Kubikfuß, ein Plus von 9 Cent oder 4,39 Prozent, obwohl er im Jahresvergleich immer noch fast 11 Prozent im Minus liegt.
Ebenso stieg der Preis für RBOB-Benzin zur Lieferung im September um über 2 Cent oder 1,13 % auf 2,41 $ pro Gallone, was einer Steigerung von etwa 15 % seit Jahresbeginn entspricht.
Der jüngste Anstieg der Rohölpreise folgt auf einen starken Schlussspurt in der Vorwoche, wobei der US-Ölpreis nach einem vierwöchigen Rückgang um mehr als 4 % höher schloss.
Unterstützt wurde dieser Aufschwung durch eine Erholung des Aktienmarktes, der zuvor aufgrund von Rezessionsängsten einen kurzen Ausverkauf erlebt hatte. Darüber hinaus stützte die jüngste Entscheidung der japanischen Notenbank, die Zinsen leicht anzuheben, den Ölmarkt zusätzlich.
Angesichts anhaltender geopolitischer Spannungen und veränderter Prognosen zur weltweiten Nachfrage bleiben die Energiemärkte volatil. Diese dynamischen Faktoren werden sich voraussichtlich auch weiterhin in den Ölpreisen widerspiegeln.
The post Rohölpreise steigen den fünften Tag in Folge und übersteigen 77 Dollar angesichts der Nahost-Mission des Pentagons appeared first on Invezz