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Fastly Inc. (NYSE: FSLY) erlebte diese Woche einen deutlichen Abschwung. Der Aktienkurs fiel auf ein Allzeittief von 5,52 $ und schloss am Donnerstag mit einem Verlust von 14,33 %.

Dieser Rückgang folgte einer Reihe von Ereignissen, die mit dem am Mittwoch nachbörslich veröffentlichten Ergebnisbericht des Unternehmens für das zweite Quartal begannen, in dem Fastly eine Kürzung seiner Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2024 um 5 % ankündigte. Die angepasste Prognose liegt nun zwischen 530 und 540 Millionen US-Dollar.

Analysten reagieren auf Fastlys überarbeitete Prognose

Analysten wie James Fish von Piper Sandler reagierten, indem sie Fastly von „Overweight“ auf „Neutral“ herabstuften und das Kursziel von 10 auf 6 Dollar senkten. Sie begründeten dies mit Nachfrageproblemen, vor allem bei den größten Kunden, die Versorgungsverträge haben.

Die überarbeitete Prognose und der darauf folgende Kursrückgang waren stark von den reduzierten Nachfrageprognosen der wichtigsten Kunden von Fastly beeinflusst. In seiner Notiz betonte Fish, dass dies zu der Herabstufung der Prognosen führte, da Fastly Bedenken hinsichtlich seiner zukünftigen Umsatzaussichten habe.

Fastly meldete für das zweite Quartal einen Umsatz von 132,37 Millionen US-Dollar, was einer Steigerung von 7,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht und die Erwartungen leicht um 0,85 Millionen US-Dollar übertraf.

Trotz dieses Wachstums verzeichnete das Unternehmen jedoch einen GAAP-Nettoverlust von 43,7 Millionen US-Dollar, was einen noch größeren Verlust als im gleichen Quartal des Vorjahres darstellt, in dem es bereits 10,7 Millionen US-Dollar verloren hatte.

Herausforderungen für Fastly

Die Ertragsdetails enthüllten mehr als bloße Finanzzahlen; sie zeichneten das Bild eines Unternehmens, das mit erheblichen Markt- und Betriebsherausforderungen zu kämpfen hat.

Insbesondere ist die Nettobindungsrate (LTM NRR) von Fastly in den letzten zwölf Monaten gesunken, was auf Probleme bei der Kundenbindung hinweist und möglicherweise auf geringere zukünftige Einnahmen von Bestandskunden hindeutet.

Fastly hat nicht nur mit einer nachlassenden Nachfrage, sondern auch mit zunehmender Konkurrenz im Bereich der Content-Delivery-Networks zu kämpfen.

Die starke Abhängigkeit des Unternehmens von einer kleinen Zahl großer Medienunternehmen verstärkt seine Anfälligkeit gegenüber Preisdruck und Veränderungen im Ausgabeverhalten.

Trotz einiger Erfolge außerhalb seines größten Kundenstamms konnte Fastlys Expansion in die Bereiche Sicherheit und Computer diese Herausforderungen noch nicht wirksam ausgleichen.

Als Reaktion auf diese Herausforderungen skizzierte Todd Nightingale, CEO von Fastly, die Strategie des Unternehmens zur Bewältigung dieser Nachfrageherausforderungen. Im zweiten Quartal trieb Fastly seine Bemühungen zur Kundengewinnung voran und erzielte insbesondere ein sequenzielles Wachstum von 4 % bei der Anzahl der Unternehmenskunden.

Darüber hinaus hat Fastly den Fastly AI Accelerator in der Betaversion vorgestellt, der die Leistung von ChatGPT-basierten Anwendungen verbessern und die Betriebskosten senken soll. Dieser Schritt zeigt, dass Fastly nun KI nutzt, um sein Serviceangebot zu diversifizieren und zu stärken.

Personalabbau als Kostenanpassungsmaßnahme

Zusätzlich zu den zahlreichen Herausforderungen kündigte Fastly auch eine Reduzierung seiner weltweiten Belegschaft um 11 % an. Diese Entscheidung wird voraussichtlich Kosten in Höhe von etwa 9,5 bis 10 Millionen US-Dollar verursachen, die hauptsächlich auf Abfindungen und damit verbundene Kosten zurückzuführen sind. Die Umsetzung soll bis Ende 2024 abgeschlossen sein.

Trotz der beunruhigenden kurzfristigen Indikatoren unternimmt Fastly konzertierte Anstrengungen, seine Strategie umzustellen. Dazu gehören verstärkte Investitionen in Sicherheits- und Computerdienste, die Cross-Selling-Möglichkeiten bieten und möglicherweise die Einnahmequellen stabilisieren sollen.

Es bleibt jedoch abzuwarten, wie wirksam diese strategischen Veränderungen sind, insbesondere da sie vor dem Hintergrund umfassenderer Marktherausforderungen und interner Umstrukturierungen erfolgen.

Während Fastly durch diese turbulenten Zeiten navigiert, lautet die grundlegende Frage für Anleger, ob der aktuell niedrige Aktienkurs eine Kaufgelegenheit oder eine potenzielle Wertfalle darstellt.

Um diese Frage zu beantworten, wollen wir uns genauer ansehen, was die Diagramme über die Kursentwicklung von Fastly aussagen, und untersuchen, ob die technischen Indikatoren mit der vorgestellten Fundamentalanalyse übereinstimmen.

Ein kurzfristiger Comeback-Plan?

Die Aktien von Fastly befinden sich seit Ende 2020 in einem anhaltenden Abwärtstrend, der sie von über 130 USD auf den gestrigen Tiefststand von 5,52 USD abstürzen ließ. Obwohl die Aktie noch weitere Verluste verzeichnen kann, ist bei der gestrigen Bewegung interessant anzumerken, dass die Aktien über 5 % höher schlossen als bei ihrem Eröffnungskurs von 5,58 USD.

FSLY-Chart von TradingView
Kurzfristige Händler, die auf eine kurzfristige Erholung setzen möchten, können eine Long-Position in der Aktie bei 5,85 USD mit einem strikten Stop-Loss bei 5,50 USD eingehen. Anleger sollten sich jedoch von der Aktie fernhalten, bis sie ihr mittelfristiges Swing-Hoch über 8,46 USD wieder erreicht.

Händler, die die Aktie leerverkaufen möchten, müssen warten, bis der Kurs wieder über 6 USD steigt oder unter 5,52 USD fällt, um neue Short-Positionen zu eröffnen.

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