Gold Bitcoin on US dollars.

Eine neu gegründete politische Gruppe in den Vereinigten Staaten hat die Schaffung einer steuerfreien Bitcoin-Digitalwirtschaftszone (DEZ) vorgeschlagen.

Die politische Gruppe USABTC leitet den Vorschlag und zielt darauf ab, eine steuerfreie Oase für den Handel und die Anhäufung von Bitcoin zu schaffen, ohne dass Kapitalertragssteuern anfallen. Die Initiative zielt darauf ab, die Wirtschaft des Landes anzukurbeln.

Laut der Website der Gruppe benötigen die USA „neue Lösungen“, um der steigenden Staatsverschuldung entgegenzuwirken, und Bitcoin wird als „Chance“ gefeiert, die „die finanzielle Zukunft Amerikas und seiner Bürger sichern“ könne.

Der Vorschlag zielt allerdings nicht darauf ab, die Rolle des US-Dollars zu untergraben, sondern vielmehr darauf, ihn zu stärken.

Ein schrittweiser Ansatz

Der Vorschlag befürwortet die Schaffung einer DEZ anstelle eines direkten Kaufs von Bitcoin. Der Wirtschaftsraum würde steuerfreie Bitcoin-Transaktionen ermöglichen, in der Hoffnung, Investoren anzuziehen und die Vermögensbildung in einem regulierten Umfeld zu erleichtern.

Der Vorschlag fordert die Schaffung eines Tokens namens USABTC, der als gekoppeltes Bitcoin-System fungiert.

Es würde von einem Layer-2-Netzwerk angetrieben werden, wobei die Gruppe Stacks, eine Layer-2-Blockchain für das Bitcoin-Netzwerk, als mögliche Lösung hervorhob.

Durch die Einführung einer Ausstiegssteuer auf die Umwandlung der erworbenen Bitcoins in Fiatgeld könnte eine Politik der Steuerrücknahme etabliert werden, wodurch eine neue Einnahmequelle für den Staat geschaffen würde.

Alle Einlösungsprozesse würden direkt erfolgen und keine Drittbörsen einbeziehen.

Steuerzahlungen würden über einen Smart Contract direkt auf eine kontrollierte Wallet überwiesen.

USABTC plant, die DEA schrittweise einzuführen, wobei die erste Phase voraussichtlich im Jahr 2025 starten wird.

Als ersten Schritt wird der Präsident voraussichtlich eine Durchführungsverordnung erlassen, die die Nutzung des Exchange Stabilisation Fund (ESF) für den Kauf und Handel von Bitcoins genehmigt.

Der ESF ist ein Notfallreservefonds, der 1934 vom Kongress auf Grundlage des Gold Reserve Act eingerichtet wurde und in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zur Stabilisierung des Wertes des US-Dollars eingesetzt wird.

Danach würde die nächste Phase die Ausarbeitung von Rechtsgutachten zur Klassifizierung von Bitcoin gemäß dem Gold Reserve Act von 1934, die Einleitung von Gesetzgebungsbemühungen zur Einrichtung der DEZ und die Zusammenarbeit mit dem IRS zur Entwicklung des Rahmens für eine besondere Steuerbehandlung und steuerfreie Kapitalgewinne innerhalb der DEZ umfassen.

Zu den weiteren Initiativen in den folgenden Phasen gehören Pläne zur Durchführung von Aufklärungskampagnen für die Öffentlichkeit und zur Implementierung der „notwendigen technologischen Infrastruktur, darunter Blockchain-Integration, Smart Contracts und sichere Wallets“.

Der Konzern geht davon aus, dass die DEZ bei Vorliegen aller behördlichen Genehmigungen bis 2026 betriebsbereit sein wird.

Der Vorschlag erfolgt im Zuge der aktuellen starken Aktivität in den USA rund um Bitcoin und Kryptowährungen.

Bitcoin-Hype in den USA

Letzte Woche hat Senatorin Cynthia Lummis den „Boosting Innovation, Technology and Competitiveness through Optimised Investment Nationwide (BITCOIN) Act“ eingebracht, der die Einrichtung eines Reservefonds mithilfe von Bitcoin vorsieht.

Im Gegensatz zum USABTC-Vorschlag fordert der Gesetzesentwurf jedoch die Schaffung eines „dezentralen Netzwerks“ aus sicheren Bitcoin-Speichereinrichtungen zur Aufbewahrung von maximal 1.000.000 Bitcoins, die von der Regierung über einen Zeitraum von mindestens 20 Jahren erworben werden.

Die Idee, Bitcoin zur Tilgung der US-Schulden zu verwenden, wurde auch von Präsidentschaftskandidat Donald Trump während der Bitcoin Nashville-Konferenz ins Spiel gebracht. Unterdessen hat sein Sohn Trump Jr. ebenfalls eine bevorstehende Ankündigung im Zusammenhang mit Kryptowährungen angedeutet, die seiner Meinung nach den Markt „aufrütteln“ werden.

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