
Ford Motor Co (NYSE: F) schlägt Kapital aus seinem Flottengeschäft und verwandelt ein Wort, das in der Automobilbranche einst als „Schimpfwort“ galt, in einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
Unter der Leitung von CEO Jim Farley hat das als „Ford Pro“ bekannte Segment seit 2021 einen Umsatz von 184,5 Milliarden US-Dollar und einen bereinigten Gewinn von 18,7 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet.
Dieser Wandel stellt die traditionelle Ansicht in Frage, dass Flottenverkäufe weniger profitabel und für etablierte Automobilhersteller negativ seien.
In einer kürzlichen Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen betonte Farley den Erfolg von Ford Pro, das trotz eines insgesamt rückläufigen zweiten Quartals für das Unternehmen außergewöhnlich gute Ergebnisse erzielte.
„Kein anderes Unternehmen hat Ford Pro. Wir beabsichtigen, diesen Vorteil voll auszunutzen“, sagte Farley den Investoren.
Obwohl der Aktienkurs von Ford nach dem Verfehlen der Gewinnerwartungen am 24. Juli um etwa 30 % fiel, bleibt das Flottengeschäft ein Lichtblick.
Flottenverkäufe: Fords verborgenes Juwel
Fords Flottengeschäft hat an der Wall Street positive Aufmerksamkeit erhalten. Analysten bezeichnen es als „verstecktes Juwel“ des traditionsreichen Autoherstellers. Manche bezeichnen das Pro-Segment sogar als „Fords Ferrari“.
Während die Konkurrenten General Motors (GM) und Stellantis ihre Betriebe umstrukturiert haben, um den Flottenabsatz anzukurbeln, wird für ihr gewerbliches Absatzvolumen in diesem Jahr im Vergleich zu 2023 ein Rückgang erwartet.
Im Gegensatz dazu sind die kommerziellen Umsätze von Ford laut Wolfe Research im Vergleich zum Vorjahr um 7 % gestiegen.
Die Investmentfirma prognostiziert, dass Ford in diesem Jahr mit seinem Flottengeschäft 9,5 Milliarden US-Dollar verdienen wird und damit die erwarteten 9,0 Milliarden US-Dollar für GM und Stellantis zusammen übertreffen wird.
S&P Global Mobility schätzt den Anteil von Ford an den Neuzulassungen von Flottenfahrzeugen seit 2021 auf rund 30 % und liegt damit deutlich vor GM mit 22 % und Stellantis mit 9 %.
Bank of America-Analyst John Murphy ist optimistisch für Ford
Der Erfolg von Ford Pro ist ein Hauptgrund, warum Analyst John Murphy von der Bank of America optimistisch für die Ford-Aktie ist. Sein Kursziel von 22 Dollar lässt darauf schließen, dass sich der Wert der Aktie von seinem aktuellen Stand aus mehr als verdoppeln könnte.
Murphy sieht sowohl bei den Umsätzen von Ford Pro als auch bei dessen Software und Diensten Aufwärtspotenzial.
Er weist darauf hin, dass Ford Pro etwa 80 % der Softwareabonnements von Ford ausmacht, wobei die Anschlussquote lediglich 12 % beträgt und in den nächsten Jahren voraussichtlich auf über 35 % ansteigen wird.
Ford möchte mit seinem Flotten- und Nutzfahrzeugsegment bis 2025 einen Software- und Dienstleistungsumsatz von einer Milliarde US-Dollar erzielen.
Darüber hinaus bietet die Ford-Aktie zum Zeitpunkt des Schreibens eine lukrative Dividendenrendite von 5,98 %.
Fords strategischer Fokus auf sein Flottengeschäft steht in scharfem Kontrast zu den Ansätzen seiner Wettbewerber.
Während GM und Stellantis vor Herausforderungen bei der Aufrechterhaltung ihrer kommerziellen Umsätze stehen, zeichnet sich Ford durch proaktive Investitionen in sein Flottensegment und sein Engagement bei Software und Dienstleistungen aus.
Dieser Ansatz sichert nicht nur unmittelbare Umsätze, sondern versetzt Ford auch in die Lage, von zukünftigen Markttrends zu profitieren.
Trotz der allgemeinen Marktherausforderungen und der jüngsten Aktienentwicklung erweist sich das Flottengeschäft von Ford unter dem Namen „Ford Pro“ als robuster Wachstumsmotor.
Die Vision von CEO Jim Farley und die strategischen Investitionen des Unternehmens zahlen sich aus und machen Ford für Investoren zu einer attraktiven Option.
Angesichts der Weiterentwicklung der Automobilbranche könnten Fords innovativer Ansatz im Flottenverkauf und sein Engagement bei Software und Dienstleistungen den anhaltenden Erfolg und die Marktführerschaft des Unternehmens sichern.
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