
Der S&P 500 erlebte am Freitag seine schlechteste Sitzung seit fast zwei Jahren, ausgelöst durch Rezessionsängste infolge eines überraschend schwachen Beschäftigungsberichts für Juli.
Der breite Marktindex fiel um 1,8 %, der Nasdaq Composite sank um 2,2 % und der Dow Jones Industrial Average verlor 729 Punkte oder 1,8 %.
Der starke Rückgang unterstreicht die wachsenden wirtschaftlichen Sorgen, da sich die Anleger auf mögliche Marktturbulenzen einstellen.
Wichtige Indizes stürzen angesichts wirtschaftlicher Sorgen ab
Der starke Rückgang der Aktienkurse war auf die Beschäftigungswachstumszahlen im Juli zurückzuführen, die einen langsameren Anstieg als erwartet zeigten.
Das Arbeitsministerium berichtete, dass die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft im vergangenen Monat nur um 114.000 gestiegen sei. Das ist ein deutlicher Rückgang gegenüber den 179.000 im Juni geschaffenen Stellen und liegt unter den 185.000, die von Ökonomen erwartet wurden. Die Arbeitslosenquote stieg ebenfalls auf 4,3 %, den höchsten Stand seit Oktober 2021, was die Rezessionsängste weiter verstärkt.
Mehrere große Technologieunternehmen mussten im Tagesverlauf erhebliche Verluste hinnehmen. Amazons Ergebnisse für das zweite Quartal blieben hinter den Umsatzschätzungen zurück und das Unternehmen gab eine enttäuschende Prognose ab, was zu einem Rückgang des Aktienkurses um 12,5 % führte.
Dieser Rückgang hatte erhebliche Auswirkungen auf den Sektor der zyklischen Konsumgüter, der mit einem Rückgang von 6,6 % seinen schlimmsten Tag seit Mai 2022 erlebte.
Die Intel-Aktie stürzte um 29 % ab, nachdem das Unternehmen schwache Prognosen und geplante Entlassungen bekannt gab.
Auch Nvidia musste einen Rückgang von über 5,5 Prozent hinnehmen, nachdem es am Vortag bereits zu einem Minus von 6 Prozent gekommen war.
Diese Verluste wurden durch die wachsende Besorgnis über die hohen Kapitalausgaben der großen Technologieunternehmen im Bereich künstliche Intelligenz noch verstärkt.
Anleihenmarkt reagiert auf Aktienausverkauf
Da die Anleger Sicherheit suchten, fiel die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen auf den niedrigsten Stand seit Dezember und lag bei 3,82 %.
Diese Verlagerung hin zu Anleihen wird als natürlicher Verlauf eines Bullenmarktes angesehen, der nach einem steilen Aufwärtstrend eine Trendwende erlebt.
Die Woche war von erheblicher Volatilität geprägt, wobei eine heftige Ausverkaufswelle in der vorangegangenen Handelssitzung die weltweiten Aktienmärkte beeinträchtigte.
Am Mittwoch erholte sich der Aktienmarkt, nachdem die US-Notenbank eine mögliche Zinssenkung im September angedeutet hatte, die aktuellen Zinssätze jedoch beibehalten wollte.
Aufgrund der am Freitag veröffentlichten schwachen Beschäftigungszahlen sind viele Anleger zu der Überzeugung gelangt, dass die Notenbank schon früher hätte eingreifen sollen.
Die jüngsten Kursrückgänge an den Aktienmärkten unterstreichen die anhaltende Unsicherheit in der Wirtschaft.
Während einige Anleger den aktuellen Abschwung als natürliche Korrektur betrachten, sind andere über die umfassenderen Folgen des schwachen Beschäftigungswachstums und der steigenden Arbeitslosigkeit besorgt.
Die bevorstehende Sitzung der US-Notenbank im September wird aufmerksam beobachtet, da es dort weitere Hinweise auf mögliche Zinssenkungen geben wird und die Einschätzung der Notenbank zur wirtschaftlichen Lage herangezogen werden wird.
Da der Markt diese turbulenten Zeiten weiterhin durchmacht, müssen die Anleger wachsam bleiben und sich an die veränderten Bedingungen anpassen können.
Das Zusammenspiel zwischen Wirtschaftsindikatoren, Unternehmensleistung und Notenbankpolitik wird für die künftige Entwicklung des Marktes von entscheidender Bedeutung sein.
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