Should I buy Chevron shares before the 2022 year

Chevron Corp (NYSE: CVX) hat Pläne angekündigt, seinen Hauptsitz von Kalifornien nach Texas zu verlegen. Dieser strategische Umzug steht im Einklang mit der Reaktion des Unternehmens auf die sich verändernde politische Landschaft. Dieser Schritt erfolgt, da die Aussichten von Vizepräsidentin Kamala Harris bei den bevorstehenden Wahlen im November zunehmend besser erscheinen.

Die Entscheidung, den Hauptsitz zu verlegen, spiegelt allgemeinere politische Spannungen wider. Während der ehemalige Präsident Donald Trump einüberzeugter Unterstützer der Ölindustrie ist, wird Kamala Harris mit einer progressiven Politik in Verbindung gebracht, die die traditionellen Interessen der Öl- und Gasindustrie in Frage stellen könnte.

Der Präsidentschaftswahlkampf wird zunehmend als Wettbewerb zwischen ölfreundlichen und technologiefreundlichen Agenden dargestellt, was die Bedeutung von Harris‘ starken Bindungen zum kalifornischen Silicon Valley unterstreicht.

Texas ist glücklich

Der Bundesstaat Texas, der überwiegend republikanisch gewählt wird, begrüßt den Schritt. Gouverneur Greg Abbott drückte auf X seine Freude über die Entscheidung aus.

Der CEO des Unternehmens, Mike Wirth, und der VC Mark Nelson werden bereits lange vor dem Umzugstermin am 1. Januar nach Texas umziehen, um einen reibungslosen Übergang der Belegschaft zu gewährleisten. Derzeit sind rund 2000 Mitarbeiter des Unternehmens in San Ramon, Kalifornien, ansässig.

Dies ist nicht der einzige Fall, in dem ein Unternehmen Texas verlässt. In letzter Zeit haben große Unternehmen wie Tesla, Oracle, Hewlett Packard Enterprises und Elon Musks SpaceX alle Kalifornien verlassen.

Für Chevron ist der Grund vor allem die Klage einer Industriegruppe zum Klimawandel, die letztes Jahr eingereicht wurde. Chevron war einer von fünf Ölkonzernen, die an dieser Klage beteiligt waren.

Durch den Wegzug aus dem Staat können diese Unternehmen nun ihre Unternehmensentscheidungen verbessern und müssen sich im Umgang mit staatlichen Behörden weniger Sorgen machen.

Wenn Unternehmen ihre Standorte verlagern, werden die Städte, in denen sie ansässig sind, wahrscheinlich von etwaiger staatlicher Unterstützung profitieren, die diese Unternehmen erhalten.

Der Grund für den Wegzug aus dem Staat könnte allerdings auch die zunehmende Popularität von Kamala Harris im Präsidentschaftswahlkampf sein.

Kamala Harris sieht stark aus

Dieser Schritt von Chevron und der „Drill Baby Drill“-Post des Gouverneurs von Texas lassen ebenfalls darauf schließen, dass hinter diesem Schritt ein politisches Motiv steckt. Trump ist offensichtlich ein Freund der großen Ölkonzerne und er zögert nicht, die Wahrheit offen zu sagen.

Kamala Harris hingegen hat Wurzeln in Kalifornien und verfügt ebenfalls über gute Beziehungen zu den Führungskräften des Silicon Valley. Das politisch aufgeladene Umfeld zwingt Unternehmen zu extremen Entscheidungen, auch wenn diese gerne so tun, als seien sie unpolitisch.

Trumps „Forderung“ von den Ölkonzernen, ihm eine Milliarde Dollar für seine Nominierung zu zahlen, wird zu einer konzernfreundlichen Politik führen, wenn ihm das Geld dabei hilft, an die Macht zu kommen. Mit dieser Politik können die Ölkonzerne viele weitere Milliarden verdienen und sich damit noch reicher machen als zuvor.

Die Chevron-Aktie hatte bisher kein besonderes Jahr, ihr Kurs verharrte im Bereich zwischen 140 und 160 Dollar. Das Unternehmen gab heute seine Ergebnisse bekannt und meldete für das Quartal einen Gewinn von 4,4 Milliarden Dollar, was deutlich unter den 6 Milliarden Dollar des Vorjahreszeitraums liegt.

Die Erträge blieben hinter den Erwartungen zurück und der Aktienkurs sinkt infolgedessen.

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