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Nach der Entscheidung der Bank of England (BOE), den Leitzins um 25 Basispunkte auf 5,0 % zu senken, stehen britische Aktien vor potenziellen Gewinnen.

Dieser Schritt zur Stimulierung des Wirtschaftswachstums steht im Einklang mit historischen Trends, die für die kommenden Monate eine positive Prognose für die britischen Leitindizes erwarten lassen.

Historische Performance von FTSE 100 und FTSE 250

Historisch gesehen haben die Indizes FTSE 100 und FTSE 250 positiv auf die Zinssenkungen der BOE reagiert.

In drei der letzten vier Fälle, in denen die Bank of England die Zinsen senkte – und zwar in den Jahren 1986, 1990 und 1998 – verzeichnete der FTSE 100 innerhalb der folgenden zwölf Monate einen durchschnittlichen Anstieg von über 20 Prozent.

Auch der FTSE 250 konnte in diesen Zeiträumen noch deutlichere Zuwächse verzeichnen und legte um 25 % oder mehr zu.

Allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass die einzige Ausnahme von diesem Trend im Jahr 2007 bestand, als beide Indizes Rückgänge verzeichneten.

Der FTSE 100 verlor 38 % und der FTSE 250 verlor im Jahresverlauf nach einer Zinssenkung 46 %.

Dieser Abschwung wurde größtenteils der weltweiten Finanzkrise zugeschrieben und stellt somit einen Ausreißer in den historischen Daten dar.

Auswirkungen niedrigerer Zinsen auf das GBP und den Immobilienmarkt

Die Entscheidung der BOE zur Senkung der Zinsen wurde im Monetary Policy Committee (MPC) mit einer knappen Mehrheit von fünf zu vier Stimmen gebilligt.

Diese Entscheidung spiegelt den Fokus der Zentralbank wider, die wirtschaftliche Stabilität zu fördern, ohne neuen Inflationsdruck auszulösen.

Die Verbraucherpreisinflation im Vereinigten Königreich hat sich deutlich abgeschwächt und lag im Mai und Juni bei 2,0 % im Jahresvergleich, nachdem sie im Oktober 2022 einen Höchststand von 11,1 % erreicht hatte.

Die aktuelle Zinssenkung erfolgte vor dem Hintergrund von Markterwartungen weiterer Senkungen.

Die Geldmärkte signalisieren, dass die BOE in den nächsten fünf Monaten zwei weitere Zinssenkungen vornehmen könnte. Als Reaktion auf die Zinssenkung schwächte sich das britische Pfund (GBP) gegenüber dem US-Dollar zunächst ab, begann sich aber später zu erholen. Diese Volatilität unterstreicht die Sensibilität des Marktes gegenüber zukünftigen geldpolitischen Signalen.

Man geht davon aus, dass die Zinssenkung der BOE auch dem Immobilienmarkt den dringend benötigten Impuls verleihen wird.

Stephanie Daley von Alexander Hall kommentierte die möglichen positiven Auswirkungen wie folgt: „Die Entscheidung der BOE bietet Eigenheimbesitzern und Eigenheimkäufern eine große Chance. Auch wenn die Hypothekenzinsen nicht sofort sinken werden, sollte diese Änderung dazu beitragen, die aufgestaute Nachfrage abzubauen und das Vertrauen in den Immobiliensektor wiederherzustellen.“

Insgesamt könnte der jüngste Schritt der BOE den Boden für eine günstige Phase für britische Aktien bereiten, insbesondere wenn sich die historischen Muster bestätigen.

Investoren und Marktanalysten werden die weitere Entwicklung dieser Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf das wirtschaftliche Umfeld im Allgemeinen genau beobachten.

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