Jüngsten Daten der UNCTAD zufolge verfügt China inzwischen über rund zwei Drittel der weltweiten Kapazitäten zur Verarbeitung und Raffination wichtiger Mineralien.

China ist führend bei der Verarbeitung von Aluminium, Lithium, Kobalt, Seltenerdmetallen, Mangan und natürlichem Graphit und steht damit im Zentrum der globalen Lieferketten. Darüber hinaus übernimmt China mehr als ein Drittel der weltweiten Kupfer- und Nickelverarbeitung.

Die weltweit steigende Nachfrage nach Mineralien wie Kupfer, Kobalt, Lithium und Nickel wird durch ihre Bedeutung für neue Technologien wie Elektroautos und Windturbinen getrieben.

Im Zuge der weltweiten Umstellung auf grüne Energie wird die Nachfrage nach diesen Ressourcen voraussichtlich exponentiell steigen. Analysten prognostizieren einen deutlichen Produktionsanstieg bis 2050.

Veränderte globale Produktionslandschaft

Trotz Chinas beherrschender Stellung bei der Produktion wichtiger Mineralien bauen andere Länder ihren Anteil schrittweise aus.

Seit 2010 hat die Produktion Seltener Erden in den USA und Australien deutlich zugenommen.

Darüber hinaus haben Länder wie Myanmar und Thailand in jüngster Zeit ihre Bergbauaktivitäten ausgeweitet, was auf eine Verschiebung der globalen Produktionsmuster hindeutet.

Da die Nachfrage nach lebenswichtigen Mineralien steigt, treffen Regierungen auf der ganzen Welt sorgfältige Maßnahmen, um diese Nachfrage zu decken.

Während China nach wie vor eine große Rolle bei der Verarbeitung und Veredelung dieser wichtigen Rohstoffe spielt, deutet der Aufstieg neuer Marktakteure auf eine Diversifizierung der globalen Produktionszentren und eine sich verändernde Landschaft in der kritischen Mineralienindustrie hin.

Die steigende Nachfrage nach wichtigen Mineralien, die durch neue Technologien wie Elektrofahrzeuge und erneuerbare Energiequellen angetrieben wird, bringt erhebliche Umweltprobleme mit sich.

Der Abbau dieser Mineralien, häufig im Tagebau, führt zur Abholzung von Wäldern, zur Zerstörung von Lebensräumen, zur Bodenerosion, zur Wasserverschmutzung und zur Störung von Ökosystemen und trägt somit zur Bodenerosion und zum Verlust der Artenvielfalt bei.

Die energieintensive Produktion und Verarbeitung kritischer Mineralien führt zu erheblichen Treibhausgasemissionen und Luftverschmutzung. Nicht nachhaltige Raffinations- und Schmelzprozesse können den Klimawandel und die Luftqualität verschlimmern.

Darüber hinaus erschöpfen der Wasserverbrauch und die Wasserverschmutzung durch Bergbau und Verarbeitung die lokalen Wasserquellen, verschmutzen Gewässer mit gefährlichen Verbindungen und schädigen Ökosysteme.

Die ausgedehnten, mehrere Länder umfassenden Lieferketten dieser Mineralien wirken sich aufgrund der Transport-Emissionen und des Energieverbrauchs ebenfalls auf die Umwelt aus.

Es werden Anstrengungen unternommen, um nachhaltige Bergbautechniken zu fördern, die Umweltauswirkungen des Mineralienabbaus zu reduzieren und Recycling- und Kreislaufwirtschaftsstrategien zu entwickeln, um die Umweltauswirkungen der erhöhten Nachfrage nach wichtigen Mineralien zu mildern.

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