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Die Möglichkeit einer zweiten Amtszeit von Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten wirft erhebliche Fragen über die Zukunft von Elektrofahrzeugen und sauberer Energie in den USA auf.

Während die Regierung Trump für ihre kontroverse Haltung in Bezug auf Umweltpolitik und saubere Energie bekannt war, könnte seine mögliche Rückkehr ins Amt erhebliche Auswirkungen auf die Elektrofahrzeugbranche und umfassendere Klimainitiativen haben.

So könnte sich eine Präsidentschaft Trumps auf den Elektrofahrzeugsektor und die damit verbundene Politik auswirken.

Möglicher Rückzug der Unterstützung für Elektrofahrzeuge durch das Inflationsreduktionsgesetz

Eine der unmittelbarsten Sorgen der Elektrofahrzeugbranche ist Trumps Haltung zum Inflation Reduction Act of 2022 (IRA).

Die IRA, die 369 Milliarden US-Dollar für Initiativen im Bereich saubere Energie bereitstellte, spielte eine entscheidende Rolle bei der Förderung von Investitionen in EV-Projekte.

Seit seiner Verabschiedung hat das IRA laut Manufacturing Dive rund 77,6 Milliarden US-Dollar an EV-bezogenen Investitionen katalysiert.

Trump hat sich öffentlich dazu bekannt, Zuschüsse und Subventionen im Zusammenhang mit der IRA einzufrieren.

Sein Vorschlag, ein „Moratorium für alle neuen Ausgaben, Zuschüsse und Geschenke“ zu verhängen, beinhaltet auch die Steuergutschrift von 7.500 Dollar für Elektrofahrzeuge, die eine entscheidende Rolle dabei gespielt hat, die Verbraucher zum Kauf von Elektroautos zu motivieren.

Wie das Finanzministerium berichtet, haben Käufer von Elektrofahrzeugen dank dieser Gutschriften seit Jahresbeginn insgesamt 600 Millionen US-Dollar gespart, wobei die durchschnittliche Ersparnis bei rund 6.900 US-Dollar pro Fahrzeug liegt.

Die Abschaffung dieser Anreize könnte die Verbreitung von Elektrofahrzeugen deutlich verlangsamen und möglicherweise die Fortschritte bei der Verwirklichung der Klimaziele behindern. Darüber hinaus könnten große Automobilhersteller wie General Motors, Ford und Tesla darunter leiden.

Änderungen im Regulierungsumfeld für Elektrofahrzeuge und Emissionen

Trumps Skepsis gegenüber Umweltschutzbestimmungen erstreckt sich auch auf die neuen Vorschriften der US-Umweltschutzbehörde EPA zu Abgasemissionen.

Die Standards der EPA zielen darauf ab, die CO2-Emissionen durch die Förderung höherer Verkäufe von Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen zu reduzieren. Im Rahmen der vorgeschlagenen Vorschriften, die darauf abzielen, dass bis 2032 56 % der Neuwagenverkäufe Elektrofahrzeuge sein sollen, wird erwartet, dass die Autoindustrie erhebliche Veränderungen in Richtung umweltfreundlicherer Technologien vornimmt.

Zu Trumps Opposition gegen diese Regulierung gehört auch das Versprechen, die EPA-Regeln abzuschaffen, die er als „EV-Mandat“ bezeichnet, das benzinbetriebene Fahrzeuge unfair benachteiligt.

Obwohl sowohl Gewerkschaften als auch Automobilhersteller diese Standards im Allgemeinen unterstützen, könnte Trumps Ankündigung, sie abzuschaffen, die Bemühungen zur Steigerung der Elektroauto-Verkäufe und zur Reduzierung der Emissionen untergraben.

Seine Rhetorik deutet auf eine Rückkehr zu einem milderen Regulierungsumfeld für herkömmliche Fahrzeuge hin, was zu höheren Emissionen und langsameren Fortschritten im Kampf gegen den Klimawandel führen könnte.

Chinesische Autohersteller und US-Produktion

Im Gegensatz zu seiner Umweltpolitik stellt Trumps Haltung zum internationalen Handel und zu chinesischen Autoherstellern eine weitere Facette seines möglichen Einflusses auf die Elektrofahrzeugbranche dar.

Während seines Wahlkampfs sprach sich Trump dafür aus, amerikanische Fabriken für chinesische Autohersteller zu bauen oder Zölle von bis zu 200 Prozent auf aus China exportierte Fahrzeuge zu erheben.

Seine Rhetorik deutet auf einen Vorstoß hin, die Produktion von Mexiko in die USA zu verlagern, was laufende und geplante Projekte von Unternehmen wie Tesla und BYD beeinträchtigen könnte.

Bei der zu Jahresbeginn angekündigten geplanten Tesla-Fabrik in Mexiko, deren Investitionssumme 15 Milliarden US-Dollar betragen soll, könnte es je nach Ausgang von Trumps Handelspolitik zu Verzögerungen oder Änderungen kommen.

Während sich die Biden-Regierung auf eine Erhöhung der Zölle auf in China hergestellte Elektrofahrzeuge vorbereitet, könnte Trumps Handelspolitik zusätzliche Unsicherheiten für die globale Lieferkette und die Investitionspläne im Elektrofahrzeugsektor schaffen.

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