
Die in London ansässige Revolut Bank hat sich im Vereinigten Königreich (UK) eine Banklizenz gesichert. Die Lizenz wurde nach einem dreijährigen behördlichen Genehmigungsverfahren erteilt.
Einer Ankündigung vom 25. Juli zufolge befindet sich das Unternehmen in der „Mobilisierungsphase“ der Prudential Regulatory Authority (PRA). Dieser Ansatz gibt Startups im Bankensektor Zeit, ihre Geschäftstätigkeit aufzubauen und zu entwickeln, während sie gleichzeitig einer gewissen behördlichen Aufsicht unterliegen.
Dies bedeutet, dass die Bank derzeit mit bestimmten Einschränkungen operieren muss, bevor sie eine groß angelegte Produkteinführung durchführen kann.
Nik Storonsky, CEO von Revolut, bezeichnete die Genehmigung als „wichtigen Meilenstein“ für die Bank und fügte hinzu, dass das Unternehmen danach strebe, „die Bank der Wahl für britische Kunden“ zu sein.
Revoluts Vorstoß in den Kryptowährungsbereich
Die Bank hat sich im Kryptobereich einen Namen gemacht. Seit ihrer Gründung hat die Bank den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen erleichtert.
Revolut ging im März 2024 eine Partnerschaft mit dem bekannten Krypto-Wallet-Anbieter MetaMask ein. Durch die Integration konnten Revolut-Kunden in Großbritannien und dem Europäischen Wirtschaftsraum mehrere Kryptowährungen direkt innerhalb des Web3-Wallets mit Fiatgeld erwerben.
Das Unternehmen ist außerdem eine Partnerschaft mit dem in Solana ansässigen Memecoin Bonk eingegangen, um eine „Lern- und Verdienstkampagne“ zu starten, die die Nutzerbasis des Memecoins vergrößern soll.
Im Mai startete das Fintech-Unternehmen Revolut X, eine Krypto-Handelsplattform für britische Privatkunden. Die Plattform soll einen einfachen Zugang zu Krypto-Assets über Fiat-Onramps bieten und nur minimale Gebühren erheben.
Die Popularität von Revolut im Krypto-Bereich zeigte sich mit der Einführung des Memecoins Floki Inu, der nach seiner Notierung bei Revolut Business um mehr als 10 % stieg. Der Dienst ermöglicht es Unternehmen, Zahlungen in Kryptowährung zu senden und zu empfangen.
Allerdings war die Bank auf diesem Weg mit mehreren Herausforderungen konfrontiert und musste ihre Krypto-Aktivitäten aufgrund regulatorischer Komplexitäten infolge der Vorschriften der Financial Conduct Authority zurückfahren.
Derzeit hat die Bank auch Krypto-Angebote in den USA aufgrund von Unsicherheiten hinsichtlich der Krypto-Regulierung ausgesetzt.
Die Bank ist derzeit in über 35 Ländern vertreten und hat über 45 Millionen Nutzer. Laut Daten von PitchBook möchte Revolut seine Aktien im Wert von 500 Millionen Dollar liquidieren, was seine Gesamtbewertung auf 40 Milliarden Dollar erhöhen würde.
Vor diesem Hintergrund haben einige Bankinstitute Schritte unternommen, um sich vom Krypto-Sektor zu distanzieren. Wie Invezz bereits berichtete, kündigte der Bankenriese HSBC an, alle Transaktionen an Kryptowährungsbörsen in Australien zu blockieren, und verwies dabei auf einen Anstieg der Betrugsfälle.
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