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Laut Paul Jacobson, dem Finanzvorstand des Unternehmens, dürfte General Motors Co (NYSE: GM) von den erwarteten Zinssenkungen der US-Notenbank ab September profitieren.

In einem Interview mit CNBC betonte Jacobson, dass niedrigere Zinssätze die monatlichen Autozahlungen senken und so die Leistung des Autoherstellers deutlich steigern würden.

Starke Leistung im zweiten Quartal

General Motors meldete kürzlich beeindruckende Ergebnisse für das zweite Quartal und übertraf damit die Erwartungen der Analysten.

Das Unternehmen erwirtschaftete einen Gewinn von 3,06 US-Dollar pro Aktie bei einem Umsatz von 47,97 Milliarden US-Dollar und lag damit deutlich über den prognostizierten 2,75 US-Dollar pro Aktie und 45,46 Milliarden US-Dollar Umsatz.

Trotz dieser starken Leistung fielen die GM-Aktien am Dienstag um 6,0 %, was die allgemeine Marktdynamik widerspiegelt.

Jacobson führte die solide Leistung von GM auf die erfolgreiche Produktreihe von Full-Size-Pickups zurück, die im zweiten Quartal einen Marktanteilszuwachs von 3,5 Prozent verzeichnen konnten.

Auch der neue Chevy Trax ist ein Verkaufsschlager: Seine Verkaufszahlen haben sich jeden Monat fast verdoppelt und das Modell ist rentabler als sein Vorgänger.

Jacobson betonte, dass das aktuelle Produktportfolio von GM das stärkste seiner Geschichte sei.

Stabiler Kundenstamm und Wachstum bei Elektrofahrzeugen

Jacobson wies darauf hin, dass die Kunden von GM auch in einem Umfeld höherer Zinsen ihre Stärke gezeigt hätten.

Insbesondere stiegen die Verkäufe von Elektrofahrzeugen (EV) im zweiten Quartal um 40 % und übertrafen damit das durchschnittliche Branchenwachstum von 11 % deutlich.

GM ist auf Kurs, im Jahr 2024 bis zu 250.000 Elektrofahrzeuge zu produzieren, mit dem Ziel, einen variablen Gewinnplus zu erreichen und der Rentabilität von Elektrofahrzeugen näher zu kommen.

Prognose für das Gesamtjahr angehoben

Angesichts seiner starken Leistung hat General Motors seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben.

Das Unternehmen erwartet nun in der zweiten Jahreshälfte einen Preisrückgang von bis zu 1,5 Prozent. Dies stellt eine Verbesserung gegenüber der zuvor geschätzten Senkung um 2,5 Prozent dar.

Darüber hinaus plant GM eine Umstrukturierung seiner leistungsschwachen Geschäftsbereiche, darunter die Abteilung für autonome Fahrzeuge und das Geschäft in China.

Letzten Monat genehmigte GM weitere 6 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe.

Marktausblick und Analystenbewertungen

Die Wall-Street-Analysten stufen die GM-Aktie derzeit allgemein als „Overweight“ ein, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 55 Dollar.

Dies lässt auf ein Aufwärtspotenzial von über 20 % ausgehend vom aktuellen Niveau schließen.

Die erwarteten Zinssenkungen und die strategischen Initiativen von GM dürften die finanzielle Leistungsfähigkeit und den Wert für die Aktionäre steigern.

Insgesamt ist General Motors durch die Kombination aus günstigen Zinsanpassungen, starken Fahrzeugverkäufen und strategischer Umstrukturierung gut für weiteres Wachstum und höhere Rentabilität in den kommenden Monaten aufgestellt.

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