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Airbus SE (EPA: AIR) intensiviert den Wettbewerb mit Boeing, indem es sich auf der Farnborough Airshow bedeutende Neuaufträge sichert.

Am Dienstag gab der Luft- und Raumfahrtriese umfangreiche Verträge mit Japan Airlines und Virgin Atlantic bekannt und signalisierte damit, dass trotz einer wahrgenommenen Verlangsamung des Reisebooms nach der Pandemie eine starke Nachfrage nach seinen Flugzeugen besteht.

Wie viele Flugzeuge haben Japan Airlines und Virgin Atlantic bestellt?

Japan Airlines hat bei Airbus eine Großbestellung aufgegeben und 20 A350-900 und 11 A321neo angefordert, wobei der geschätzte Gesamtwert laut Cirium Ascend drei Milliarden US-Dollar übersteigt.

Virgin Atlantic hat sich inzwischen für sieben A330-900 entschieden, was einem Auftragswert von über 807 Millionen US-Dollar entspricht. Nach der Auslieferung wird die Flotte von Virgin Atlantic auf 19 A330neo anwachsen.

Diese Ankündigungen erfolgen zu einer Zeit, in der die Luftfahrtindustrie mit Herausforderungen wie Lieferverzögerungen und Auftragsrückständen zu kämpfen hat.

Im vergangenen Monat lieferte Airbus 67 Flugzeuge an 40 Kunden aus, ein Rückgang gegenüber den 72 Flugzeugen, die im Juni 2023 an 48 Kunden ausgeliefert wurden.

Die Verzögerung bei den Auslieferungen hat in den letzten vier Monaten zu einem Rückgang der Airbus-Aktien um 20 % beigetragen.

Qatar Airways könnte eine Großbestellung bei Airbus aufgeben

Die Farnborough Airshow brachte auch Neuigkeiten zu möglichen zukünftigen Bestellungen.

Badr al Meer, CEO von Qatar Airways, deutete an, dass die Fluggesellschaft eine „beträchtliche“ Bestellung von Großraumflugzeugen erwäge, die entweder im letzten Quartal dieses Jahres oder im ersten Quartal 2025 erwartet werde.

Darüber hinaus plant Qatar Airways, die Betriebsdauer seiner A380 zu verlängern und ihre Ausstattung um neue WLAN-Funktionen zu erweitern.

Diese Ankündigung folgt auf die Veröffentlichung der Finanzergebnisse von Airbus im ersten Quartal. In diesem Quartal blieb das Unternehmen hinter den Erwartungen hinsichtlich Betriebsgewinn und Cashflow zurück, hielt jedoch an seinen Finanzzielen für 2024 fest.

Guillaume Faury, CEO von Airbus, betonte, dass trotz dieser Herausforderungen der solide Auftragseingang des Unternehmens und die starke Nachfrage nach Großraumflugzeugen die Entscheidung des Unternehmens stützten, die Produktionsrate des A350 bis 2028 auf 12 Flugzeuge pro Monat zu steigern.

Als Reaktion auf diese Entwicklungen behielt die Wall Street ihre Kaufempfehlung für die Airbus-Aktie bei, was das Vertrauen in die strategische Ausrichtung und Marktposition des Unternehmens widerspiegelt.

Die jüngsten Aufträge und erwarteten Abschlüsse unterstreichen den anhaltenden Wettbewerb zwischen Airbus und Boeing und zeigen, dass Airbus in der Lage ist, bedeutende Aufträge an Land zu ziehen und sich an die sich wandelnden Bedürfnisse des globalen Luftfahrtmarktes anzupassen.

Da die Fluggesellschaften ihre Flotten weiter modernisieren, wird man die Leistung von Airbus in den kommenden Monaten aufmerksam beobachten, um weitere Hinweise auf seine Marktstärke und betriebliche Effizienz zu erhalten.

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