
Der mexikanische Peso legte am Montag gegenüber dem Dollar vor allem aufgrund des Rückzugs des US-Präsidenten Joe Biden aus dem Präsidentschaftswahlkampf zu.
Der Anstieg folgte auf die schlechteste Woche des Peso seit den Wahlen am 2. Juni.
Analysten meinen, Bidens Rückzug aus dem Rennen habe die Marktvolatilität stabilisiert und sich positiv auf die Währung ausgewirkt.
Der mexikanische Peso stieg von 18,0825 Einheiten auf 17,9583 Einheiten pro Dollar, was einer Steigerung von 0,69 % entspricht.
Der Dollarindex (DXY), der den Dollar gegenüber sechs Währungen misst, fiel um 0,02 % auf 104,37 Einheiten.
Letzte Woche verzeichnete der Peso sein schlechtestes Wochenergebnis seit den Kommunalwahlen. Der Peso fiel gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag zuvor von 17,6223 um 46,02 Cent oder 2,61 Prozent.
Allerdings hat er sich seit Juni, als er bei 18,2862 lag, um 20,37 Cent oder 1,11 Prozent erholt.
Am Freitag letzter Woche lag der Wechselkurs zum Handelsschluss bei 18,0825 Dollar. Dies entspricht einem Rückgang von 10,37 Cent oder 0,57 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Donnerstag.

Warum bejubelt der Peso Bidens Rückzug aus der Wahl?
Analysten sind davon überzeugt, dass Bidens Rückzug die Chancen auf ein stärkeres Abschneiden der Demokraten bei den kommenden Wahlen im November erhöht. Aufgrund von Bedenken hinsichtlich Trumps protektionistischer Politik wird dies von den Märkten als günstig angesehen.
Während seines Wahlkampfs und seiner Präsidentschaft machte Donald Trump mehrere Versprechen und Erklärungen in Bezug auf Mexiko, die zu Unbehagen und Unsicherheit im Land beitrugen und erhebliche Auswirkungen auf die bilateralen Beziehungen und die Marktstimmung haben.
Dazu gehört, dass Trump seine Haltung zur Erhebung von Zöllen auf mexikanische Waren bekräftigt, falls Mexiko keine strengeren Maßnahmen zur Eindämmung der illegalen Einwanderung und des Drogenhandels ergreift.
Er hat außerdem versprochen, seine bisherige Einwanderungspolitik wieder einzuführen und auszuweiten, darunter die “Remain in Mexico”-Politik und verstärkte Sicherheitsmaßnahmen an der Grenze. Gleichzeitig hat er die Möglichkeit einer Neuverhandlung der Handelsabkommen mit Mexiko angedeutet, um diese für die USA günstiger zu gestalten.
Fitch Ratings und Mexikos Wirtschaftsaussichten
Fitch In der vergangenen Woche wurde Mexikos langfristiges Foreign-Currency Issuer Default Rating (IDR) mit ,BBB-‘ und stabilem Ausblick bestätigt.
Unterstützt wurde die Bewertung unter anderem durch einen umsichtigen makroökonomischen Politikrahmen, stabile und robuste externe Finanzen und ein Verhältnis der Staatsverschuldung zum BIP, das laut Fitch-Prognose unter dem Medianwert „BBB“ bleiben wird. Hinzu kamen ein überwältigender Sieg bei den Präsidentschaftswahlen, der auf eine weitgehende Kontinuität in der Politik hindeutete.
Allerdings wurde dabei ein potenzielles Risiko im Zusammenhang mit der US-Wahl berücksichtigt.
„Die US-Wahl ist eine Quelle der Unsicherheit, beispielsweise aufgrund der erklärten Absicht des ehemaligen Präsidenten Trump, einen universellen Zoll von 10 % auf alle US-Importe zu erheben. Erhöhte Handelsspannungen in einem solchen Szenario könnten Mexiko verwundbar machen, da 80 % seiner Exporte für die USA bestimmt sind. Die Einwanderung wird ein Reibungspunkt zwischen den beiden Ländern bleiben, und eine wesentliche Einschränkung könnte die Überweisungsströme nach Mexiko (3,5 % des BIP im Jahr 2023) beeinträchtigen“, sagte Fitch.
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