
Die Aktien von Starbucks (Nasdaq: SBUX) verzeichneten am Montag einen deutlichen Kursrutsch, der die Gewinne aus der jüngsten Nachricht, dass der aktivistische Investor Elliott Investment Management eine Beteiligung an dem Unternehmen erworben hat, zunichtemachte.
Diese Entwicklung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da Starbucks mit sinkenden Umsätzen und Fragen hinsichtlich seines Managements konfrontiert ist.
Starbucks sieht sich mit sinkenden Umsätzen und Aktienwerten konfrontiert
Im vergangenen Jahr ist die Starbucks-Aktie um 23 Prozent eingebrochen. Im April erreichte sie nach enttäuschenden Ergebnissen im zweiten Quartal einen neuen 52-Wochen-Tiefststand.
Das Unternehmen meldete einen Rückgang der flächenbereinigten Umsätze und des Gewinns je Aktie (EPS), der hinter den Erwartungen zurückblieb.
Dies war der erste Rückgang der flächenbereinigten Umsätze seit drei Jahren und führte zu einer Senkung der Jahresprognose.
Elliott Investment Management greift ein
Die schwache Resonanz auf die Ergebnisse des zweiten Quartals ist auf Bedenken hinsichtlich des Managements von Starbucks zurückzuführen.
Trotz einer starken Finanzlage, zu der eine jährliche Dividendensteigerung von 16,3 Prozent im letzten Jahrzehnt und eine jährliche Rendite von 17,31 Prozent über die letzten 15 Jahre zählen, hat die jüngste Entwicklung des Unternehmens für Aufsehen gesorgt.
Diese Managementprobleme haben Starbucks zu einem Ziel für aktivistische Investoren wie Elliott Investment Management gemacht.
Aktivistische Investoren suchen typischerweise nach Unternehmen mit starken Fundamentaldaten, aber schlechtem Management.
Sie sind überzeugt, dass solche Unternehmen unter neuer Führung deutlich bessere Ergebnisse erzielen könnten. Elliott Investment Management erkannte dieses Potenzial bei Starbucks und stieg ein.
Watch here:Ex-CEO Schultz kritisiert Management
Nach der Veröffentlichung des Ergebnisberichts für das zweite Quartal kritisierte der ehemalige CEO Howard Schultz öffentlich das Management des Unternehmens und forderte eine Umstrukturierung des US-Geschäfts.
Schultz, der im vergangenen Jahr aus dem Vorstand zurücktrat, war dreimal CEO von Starbucks und verließ das Unternehmen kurz nachdem der aktuelle CEO Laxman Narasimhan die Leitung übernahm.
Narasimhan stand vor erheblichen Herausforderungen, darunter der Vereitelung der im Jahr 2021 begonnenen Gewerkschaftsbemühungen.
Darüber hinaus versuchte er, den Umsatz durch die Konzentration auf Kaltgetränke zu steigern, doch diese Bemühungen brachten bislang nicht den gewünschten Erfolg.
Mögliche Auswirkungen der Beteiligung von Elliott
Für die Aktionäre könnte die Beteiligung von Elliott Investment Management eine positive Entwicklung sein. Der aktivistische Investor hat Berichten zufolge bereits Gespräche mit dem Starbucks-Management geführt, was auf eine friedliche Lösung und Zusammenarbeit schließen lässt.
Sollten diese Gespräche allerdings zu keinen Ergebnissen führen, könnte Elliott zu aggressiveren Taktiken greifen, was möglicherweise zu einem Umbruch in der Unternehmensführung führen könnte.
Für Elliott wäre dies nicht die erste Erfahrung mit solchen Manövern. Anfang des Jahres erwarb das Unternehmen einen Anteil von 13 Prozent an Etsy, wurde damit dessen größter Anteilseigner und sicherte sich einen Sitz im Vorstand.
Ausblick: Starbucks‘ kommender Ergebnisbericht
Der Zeitpunkt von Elliotts Beteiligung an Starbucks ist bemerkenswert, da das Unternehmen seine Ergebnisse für das dritte Quartal nach Börsenschluss am 30. Juli 2024 bekannt geben wird. Die Anleger werden gespannt beobachten, ob es wesentliche Änderungen in der Strategie oder der Leistung gibt, insbesondere angesichts des jüngsten Engagements des aktivistischen Investors.
Der kommende Gewinnbericht wird ein entscheidender Indikator dafür sein, ob Starbucks seine Entwicklung umkehren und das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen kann. Angesichts der Möglichkeit von Managementwechseln und strategischen Umstrukturierungen durch Elliott Investment Management könnten die nächsten Monate für den Kaffeegiganten entscheidend sein.
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