Image for PepsiCo Q1 results

Die Pepsi-Aktie erlebt im Vormarkt einen Einbruch, nachdem das Unternehmen gerade seine Quartalsergebnisse bekannt gegeben hat. Der Getränke- und Snackhersteller meldete einen niedrigeren Umsatz als erwartet. Der Hauptgrund dafür war das Snacksegment.

Das Unternehmen hat seine Gewinnziele seit über 10 Jahren nicht verfehlt. Daher reichte ein heutiger Gewinnüberschuss nicht aus, um die Investoren zu beeindrucken, die das zugrunde liegende Problem des Unternehmens erkannten: die Umsätze.

Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 1,9 Prozent und lag damit deutlich unter den durchschnittlichen Analystenschätzungen von 2,9 Prozent. Im Lebensmittelsegment ging das Volumen um 2 Prozent zurück.

Sollten Anleger besorgt sein?

Investoren vergleichen Coca Cola und Pepsi gerne, sowohl als Getränke als auch als Investitionen. Obwohl es für Pepsi immer schwierig war, Coca Cola in Sachen Qualität zu schlagen, erscheinen die Aktien für Investoren oft attraktiver.

Der Hauptgrund für diese Attraktivität ist Pepsis Expansion in das Snackgeschäft. Zu den bekanntesten Produkten zählen unter anderem Lay’s, Doritos und Cheetos.

Wenn diese Vielfalt also einen Schlag erleidet, sind die Investoren erschüttert. Genau das passiert gerade. Nach mehreren Jahren erfolgreichen Umsatzwachstums hat Pepsi gerade angefangen zu schwächeln.

Liegt es an der Inflation? Oder einfach an den gesundheitsbewussten Amerikanern? Möglicherweise eine Mischung aus beidem.

Für die Verbraucher sind Preiserhöhungen zunehmend schwerer zu verkraften, was zu einem Absatz in die falsche Richtung führt.

Aarin Chiekrie, Aktienanalyst.

Darüber hinaus führte der Rückruf von Mug Root Beer und Quaker Oats im Laufe des Quartals zu einer negativen Stimmung der Verbraucher gegenüber der Marke.

Dieser Einbruch bei der Verbraucherstimmung wird Pepsi auch in den nächsten Quartalen zu schaffen machen. Das Unternehmen wird seine Ausgaben für Marketing und Werbung erhöhen. Obwohl die Marke diese Ausgaben als „chirurgisch“ bezeichnet, sind sie in Wirklichkeit nur notwendig, um das Image des Unternehmens zu verbessern.

Die Mehrausgaben werden durch Produktivitätsinitiativen und Kostensenkungen ausgeglichen.

Der Konzern muss Kostensenkungs- und Produktivitätsinitiativen ergreifen, um die Auswirkungen der geringeren Umsätze teilweise auszugleichen und die Gewinnziele kurzfristig im Auge zu behalten.

Aarin Chiekrie, Aktienanalyst.

Ein branchenweites Problem

Pepsi ist nicht das einzige Unternehmen, das im Lebensmittelbereich Schwierigkeiten hat, seine Umsätze aufrechtzuerhalten. Conagra Brands Inc. hat einen ähnlichen Trend bei seinen Verkäufen festgestellt.

Auch andere Marken wie Kraft Heinz und General Mills haben die Notwendigkeit betont, die Margen durch Produktivitätsinitiativen zu verbessern. Die Branche hat offensichtlich mit den Umsätzen zu kämpfen.

Auf internationaler Ebene hat Pepsi bessere Arbeit geleistet. Die Umsätze stiegen, obwohl das Wachstum in der Region Asien-Pazifik und Lateinamerika langsamer war als erwartet. 59 Prozent des weltweiten Umsatzes von Pepsi stammen aus dem Lebensmittelsegment. Für den Rest des Jahres hat das Unternehmen also noch eine Menge zu tun.

Die Aktie wurde vorbörslich um fast 3 % niedriger gehandelt. Die 1-Jahres-Performance von -12,7 % ist nichts Besonderes. Zum Vergleich: Die Aktie des Konkurrenten Coca Cola ist im letzten Jahr um 4 % und seit Jahresbeginn um über 6,5 % gestiegen.

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