BitMEX

HDR Global Trading Limited, das Unternehmen, das BitMEX betreibt, hat auf die Anklageerhebung des Justizministeriums (DOJ) wegen Verstoßes gegen den Bank Secrecy Act (BSA) reagiert. Die Derivatebörse erklärt, sie akzeptiere die BSA-Anklage und werde eine beschleunigte Urteilsverkündung anstreben.

Die Börse wird sich auch gegen weitere Strafen aussprechen, da ihre Gründer bereits erhebliche Beträge in entsprechenden Anklagen aus dem Jahr 2020 gezahlt haben.

DOJ: BitMEX hat gegen AML-Regeln verstoßen

In der Ankündigung vom 10. Juli sagte der US-Staatsanwalt Damian Williams, dass BitMEX in den USA tätig sei und seine Dienste Kunden ohne die entsprechenden Prüfungen zur Bekämpfung der Geldwäsche (AML) anbiete.

Die Regierung hat Anklage gegen die Gründer der Kryptoplattform, Arthur Hayes, Benjamin Delo und Samuel Reed, erhoben.

Ebenfalls angeklagt ist der erste Mitarbeiter der Börse, Gregory Dwyer.

Das DOJ gibt an, dass die Mitbegründer der Derivatebörse und ihr erster Mitarbeiter die AML- und KYC-Anforderungen wissentlich missachtet haben. Laut DOJ gab BitMEX die Verstöße 2022 vor einem Bundesgericht zu.

„BitMEX hat sich als Vehikel für groß angelegte Geldwäsche- und Sanktionsumgehungssysteme geöffnet und stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Integrität des Finanzsystems dar. Das heutige Schuldbekenntnis zeigt erneut, dass Kryptowährungsunternehmen US-Gesetze einhalten müssen, wenn sie den US-Markt ausnutzen“, fügte Williams hinzu.

BitMEX akzeptiert Anklage und beantragt beschleunigte Anhörung

In einer Antwort teilte BitMEX mit, dass es die Vorwürfe des Justizministeriums akzeptiere, fügte jedoch hinzu, dass die BSA-Verstöße „nichts Neues“ seien.

Dies sind insbesondere Vorwürfe, mit denen die Gründer der Börse bereits im Jahr 2020 konfrontiert waren und die sie zugegeben haben. Das Urteil gegen sie erfolgte im Jahr 2022 und die Börse hat ihren Betrieb seitdem vollständig wiederhergestellt.

„Wir haben die BSA-Anklage akzeptiert, werden eine beschleunigte Urteilsverkündung anstreben und argumentieren, dass angesichts der erheblichen Beträge, die unsere Gründer bereits im Rahmen der gegen sie erhobenen BSA-Anklagen gezahlt haben, und im Rahmen unserer Vergleiche mit der CFTC und FinCEN im Jahr 2021, bei denen wir kein Eingeständnis/keine Ablehnung vorgenommen haben, keine weitere Geldstrafe verhängt werden sollte“, fügte die Börse in der Erklärung hinzu.

BitMEX argumentiert außerdem, dass seine Benutzer, Partner und Aufsichtsbehörden allesamt anerkennen, dass die Börse seitdem die Compliance-Standards eingehalten hat.

Auch die Aktivitäten des Unternehmens haben sich stark verändert, seit das Justizministerium erstmals Anklage gegen BSA erhoben hat. Der frühere CEO Arthur Hayes trat nach der Anklageerhebung zurück.

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