fed chair jerome powell testifies to capital hill

Der S&P 500 legt zu, nachdem Jerome Powell signalisiert hatte, dass sich die Federal Reserve bald für eine Senkung der Zinssätze entscheiden könnte.

Der Chef der US-Notenbank wies in seiner Aussage vor dem US-Kongress am Dienstag auf die Notwendigkeit von Zinssenkungen hin.

Der Benchmarkindex S&P 500 liegt derzeit etwa 18 % über dem Stand vom Jahresanfang 2024.

Der Vorsitzende Powell bekräftigte, dass die Fortschritte bei der Senkung der Inflation in letzter Zeit recht ermutigend seien, und teilte den US-Regierungsbeamten am Dienstag mit:

„Eine zu späte oder zu geringe Lockerung der politischen Zurückhaltung könnte die Wirtschaftstätigkeit und die Beschäftigung übermäßig schwächen.“

Seine Bemerkungen kommen ein paar Wochen, nachdem das Bureau of Economic Analysis einen Kernindex für die persönlichen Konsumausgaben für Mai gemeldet hatte, der den Erwartungen entsprechend bei 2,6% lag.

Der PCE ist gegenüber dem CPI das von der Fed bevorzugte Inflationsmaß.

Der US-Tagesgeldzinssatz liegt derzeit im Bereich zwischen 5,25 und 5,5 Prozent – dem höchsten Stand seit Anfang der 2000er Jahre.

Die Märkte gehen davon aus, dass die Notenbank ihre erste Zinssenkung im September und eine weitere vor Jahresbeginn 2025 ankündigen wird. Die Mitglieder des Offenmarktausschusses der US-Notenbank signalisierten allerdings nur eine Zinssenkung in diesem Jahr, und zwar im Juni.

Niedrigere Zinsen werden wahrscheinlich ein weiterer Katalysator für US-Aktien im Jahr 2024 sein. Tatsächlich erwartet John Stoltzfus von Oppenheimer nun, dass der S&P 500 in diesem Jahr die Marke von 5.900 Punkten erreichen wird.

Sein kürzlich angehobenes Jahresendziel lässt darauf schließen, dass von nun an ein weiteres Plus von 6,0 % möglich ist.

Der Chefstratege von Oppenheimer begründete seine überaus optimistische Einschätzung des Leitindex für 2024 auch mit den erwarteten Zinssenkungen. In seiner jüngsten Research-Mitteilung an Kunden heißt es:

„Wir erwarten, dass die Fed gegen Ende des vierten Quartals ein- oder zweimal die Zinsen senken wird. Das ist eine gute Anzahlung an die Main Street und die Wall Street und soll signalisieren, dass sich die Zentralbank dem Ende des aktuellen Zinserhöhungszyklus nähert, wenn sie es auch noch nicht ganz erreicht hat.“

Was dazu beigetragen habe und auch künftig dazu beitragen werde, dass der US-Aktienmarkt stark bleibe, sei das breitere Engagement im Bereich künstliche Intelligenz, fügte er hinzu.

Laut John Stoltzfus könnte der Fokus auf KI elf Sektoren des S&P 500 einen bedeutenden Rückenwind verleihen. Sein Jahresendziel für den Benchmark-Index ist derzeit das zweithöchste an der Wall Street. Das höchste Ziel ist Stifel, Nicolaus & Co, das erwartet, dass der SPX vor Ende 2024 die 6.000-Marke erreichen wird.

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