Die türkischen Gesetzgeber haben einem wichtigen Gesetzentwurf zur Kryptoregulierung zugestimmt, der vom Vorsitzenden der Regierungspartei, Abdullah Güler, eingebracht wurde. Der Gesetzentwurf sieht strenge Strafen für Verstöße vor, mit Geldbußen von bis zu 182.600 Dollar und Gefängnisstrafen von bis zu fünf Jahren.

Dieser gesetzgeberische Schritt stellt einen entscheidenden Schritt in den Bemühungen der Türkei dar, den aufstrebenden Kryptomarkt zu regulieren.

Strenge Strafen bei Verstößen

Der neu verabschiedete Gesetzentwurf sieht strenge Strafen für Verstöße vor. Krypto-Börsen, die ohne Lizenz des Capital Markets Board, der türkischen Finanzregulierungs- und -aufsichtsbehörde, operieren, drohen Gefängnisstrafen zwischen drei und fünf Jahren.

Krypto-Anbieter müssen Maßnahmen wie Beschlagnahmungen und andere rechtliche Zwangsmaßnahmen durchführen und melden.

Sie müssen außerdem sicherstellen, dass die Geldtransfers der Kunden, einschließlich Ein- und Auszahlungen, für die Justizbehörden zugänglich und nachvollziehbar sind.

Genehmigungsprozess und zukünftige Auswirkungen

Der Gesetzentwurf wurde dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan zur endgültigen Genehmigung vorgelegt. Wenn er in Kraft tritt, wird die Entscheidung bis Ende der Woche im Amtsblatt veröffentlicht und tritt damit in Kraft.

Die Einführung dieser Gesetzgebung folgt den Bemühungen der Türkei, die internationalen Standards der Financial Action Task Force (FATF) zu erfüllen, die die Türkei auf ihre „graue Liste“ gesetzt hatte, weil sie Sektoren, die anfällig für Geldwäschepraktiken sind, nicht beaufsichtigte.

Regulatorischer Kontext und Zukunftspläne

Die Türkei erwägt seit 2021 eine Krypto-Regulierung. Im November 2023 kündigte Finanzminister Mehmet Şimşek die bevorstehende Einführung einer Krypto-Gesetzgebung an und stellte fest, dass die Türkei 39 der 40 FATF-Standards erfüllt habe und sich in der letzten Phase der Einhaltung befinde.

Anfang des Jahres betonte Şimşek, dass die neuen Vorschriften darauf abzielen, die mit dem Krypto-Handel verbundenen Risiken zu mindern und Privatanleger zu schützen.

Zu den wichtigsten Aspekten dieser Vorschriften gehören gesetzliche Definitionen von Begriffen wie „Krypto-Assets“, „Krypto-Wallets“ und „Anbieter von Krypto-Asset-Diensten“.

Obwohl es nicht im Gesetzentwurf enthalten ist, wird über die Erhebung einer Transaktionssteuer von 0,04 % auf Krypto-Transaktionen von Investoren diskutiert. Wie und wann diese Steuer im Einzelnen geregelt werden soll, ist noch unklar.

Die Verabschiedung dieses Gesetzes zur Regulierung von Kryptowährungen stellt einen Wendepunkt in der türkischen Strategie zur Verwaltung des Marktes für digitale Vermögenswerte dar.

Durch die Verhängung strenger Strafen und Lizenzierungspflichten möchte die türkische Regierung ein sichereres und regulierteres Umfeld für den Kryptohandel schaffen.

Da das Land auf die vollständige Einhaltung der FATF-Standards hinarbeitet, ist zu erwarten, dass diese Vorschriften eine entscheidende Rolle beim Schutz der Anleger und der Risikominimierung auf dem Kryptomarkt spielen werden.

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