Nachdem sich die BYD-Aktie (WKN: A0M4W9) in den letzten Handelstagen bei etwa 22 € stabilisieren konnte, geht es am Dienstagmorgen um über -3% für den chinesischen Autohersteller bergab. Produziert BYD keine guten Nachrichten mehr?

ℹ BYD vorgestellt

  • BYD („Build your dreams“) ist ein chinesischer Mischkonzern, der vor allem im Bereich der Herstellung von Akkumulatoren und Automobilen tätig ist.
  • Der im chinesischen Shenzhen ansässige Konzern stieg 2023 zum weltgrößten Hersteller von Elektroautos auf.
  • Mit einer Marktkapitalisierung von rund 64 Milliarden € zählt BYD zu den wertvollsten Konzernen Chinas.

Positive Zeichen

Im Gegensatz zu den meisten anderen Autoherstellern der Welt ist die Nachrichtenlage bei BYD ausgezeichnet. Der weltgrößte Hersteller von Elektro- und Hybridfahrzeugen wächst nicht nur, sondern hat es in den letzten Quartalen auch geschafft, seine Margen zu verbessern.

In Anbetracht der Rabattschlacht, die sich BYD seit Monaten vor allem mit Tesla, aber auch mit anderen Autobauern liefert, ist dies als sehr positives Zeichen zu werten. Die Chinesen scheinen angesichts von Skaleneffekten und ihrer hohen Fertigungstiefe besser als andere Hersteller in der Lage zu sein, sinkende Preise zu verkraften.

Gute Marktnachrichten

Ebenfalls positive Nachrichten gibt es vom chinesischen Automarkt. Der Marktanteil von Elektroautos im Reich der Mitte stieg im vergangenen Jahr auf rund 35%. Im Januar überstieg der Anteil bereits die 40%-Marke. BYD-Chef Wang Chuanfu ist sehr zuversichtlich, dass noch im aktuellen Jahr jedes zweite in China verkaufte Auto einen Elektroantrieb haben wird.

Währenddessen ist BYD dabei, sowohl sein Modellportfolio auszubauen als auch seine geographische Reichweite zu erhöhen. Medienberichten zufolge ist der chinesische Autohersteller auf der Suche nach einem geeigneten Standort für ein Autowerk in Mexiko nahe der US-Grenze.

Mit einer Produktionsstätte im Mexiko könnte BYD die US-Strafzölle für chinesische Autos in Höhe von 27,5% vermeiden, die im Jahr 2018 eingeführt wurden.

Peking macht Ernst

Neben der guten Unternehmensentwicklung von BYD macht die chinesische Zentralregierung zunehmend Ernst mit Maßnahmen zur Stabilisierung der Aktienmärkte und des Inlandskonsums. So senkten die inländischen Banken einen wichtigen Referenzzinssatz für Hypotheken, um die Nachfrage im angeschlagenen Immobiliensektor anzukurbeln.

Diese Maßnahme könnte sich auch positiv auf die Konsumstimmung in China auswirken. Zudem kündigte Peking erst kürzlich weitere Maßnahmen zur Stützung der Aktienmärkte durch die Erhöhung von Beteiligungen an Unternehmen an.

Den Abwärtstrend gestoppt

Die BYD-Aktie konnte Anfang Februar ihren Abwärtstrend der Vormonate stoppen. Seitdem hat sie sich in einem Kurskorridor zwischen 20,50 und 22,50 € stabilisiert.

Ein Durchbrechen des Widerstands bei 23,00 € ist bislang noch nicht geglückt.

Immer noch ein Favorit

Trotz der schwachen Entwicklung der BYD-Aktie in den letzten drei Jahren ist der chinesische Hersteller immer noch einer meiner großen Favoriten im Automarkt. BYD verfügt über eine kritische Masse, hat eine hohe Fertigungstiefe, besitzt außergewöhnliches Know-how in der Batterietechnik und überzeugt mit einer attraktiven Modellpalette.

Zudem ist die Bewertung von BYD im Vergleich zu anderen Autobauern sehr vernünftig. Mit einem aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 18 ist die BYD-Aktie zwar erheblich höher bewertet als die Papiere anderer Massenhersteller wie Ford, Stellantis, Toyota oder VW. Aber im Vergleich zu Tesla und chinesischen Wettbewerbern ist die BYD-Aktie förmlich ein Schnäppchen.

Ich rate Anlegern deshalb, bei Kursschwäche in die BYD-Aktie zu investieren. Langfristig dürfte sich diese Entscheidung auszahlen.

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