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Die doppelte Belastung durch eine Rekordinflation und eine Verlangsamung des Wachstums schafft für die US-Notenbank ein „ungewohntes“ Umfeld, sagt der berühmte Hedgefondsmanager Paul Tudor Jones.

Jones‘ Kommentare in CNBCs ‚Squawk Box‘

Der Gründer der Tudor Investment Corporation sieht jetzt ein Umfeld, das weder für den Besitz von Aktien noch von Anleihen geeignet ist. Heute Morgen sagte er in der „Squawk Box“ von CNBC:

In diesem Umfeld sollte man weder Anleihen noch Aktien besitzen. Die Situation wird für diese beiden Anlageklassen sehr negativ sein. Man kann sich kein schlechteres makroökonomisches Umfeld vorstellen als das, in dem wir uns derzeit für Finanzanlagen befinden.

Es wird erwartet, dass die US-Notenbank bei ihrer geldpolitischen Sitzung am Mittwoch eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte ankündigt. Es könnte auch damit beginnen, seine Bilanz im Mai um 95 Mrd. $ pro Monat zu schrumpfen.

Kapitalerhalt sollte vorerst im Vordergrund stehen

Das US-BIP ist im ersten Quartal 2022 im Jahresvergleich unerwartet um 1,4% gesunken. Auf der anderen Seite bleibt der VPI jedoch auf einem Mehrjahrzehnthoch von 8,5%. Jones fügte hinzu:

Die Kreditspannen sind in die Höhe geschossen, der Aktienkurs ist im Jahresvergleich um 13% gesunken, der Dollar ist deutlich gestiegen. Normalerweise würde dies die Fed dazu veranlassen, die Zinsen zu senken. Doch wir stehen an der Schwelle zu einer Zinserhöhung um 200 Basispunkte bis Mitte September. Wir befinden uns also auf unbekanntem Terrain.

Nach Ansicht des Milliardärs und Vermögensverwalters sollten Anleger in diesem Umfeld ihren Wunsch, Geld zu verdienen, zurückstellen und dem Kapitalerhalt Priorität vor allem anderen einräumen.

Der Post Paul Tudor Jones: Kein Umfeld für „den Besitz von Aktien und Anleihen“ erschien zuerst auf Invezz.