Der Aktienkurs von WeWork (NYSE: WE) ist angesichts der anhaltenden Sorgen um das Unternehmen auf ein Rekordtief abgestürzt. Die Aktie ist inzwischen ein Penny-Stock, der mit 805 Mio. $ bewertet wird und damit weit unter seinem Allzeithoch von über 45 Mrd. $ liegt. Der Aktienkurs von IWG (LON: IWG) hingegen ist auf 147 Pence gefallen und liegt damit 68 % unter seinem Allzeithoch, was einer Marktkapitalisierung von über 1,7 Mrd. $ entspricht.

IWG- vs. WeWork- Aktienkurs-Chart

Der Zusammenbruch von WeWork

WeWork hat einen der größten Abstürze der Welt erlebt. Auf seinem Höhepunkt wurde das Unternehmen mit mehr als 45 Mrd. $ bewertet, größer als IWG, früher bekannt als Regus. Die beiden Unternehmen bieten Privatpersonen und Unternehmen flexible Arbeitsräume an.

Das Geschäft von WeWork läuft relativ gut. Die in diesem Monat veröffentlichten Ergebnisse zeigten, dass der Umsatz um 11 % auf 849 Mio. $ stieg. Zu diesem Umsatzwachstum trugen sowohl das Nutzerwachstum als auch ein stärkerer Euro und ein stärkeres Pfund bei. Es wird außerdem erwartet, dass der Umsatz zwischen 840 und 865 Mio. $ liegen wird

Das Geschäft von WeWork läuft zwar gut, aber es ist auch eine Geldverbrennungsanlage. Das Unternehmen verbrannte dank der Zahlung von Jahresboni und Zinszahlungen Millionen von Dollar. Seine Barmittel und kurzfristigen Anlagen fielen von über 287 Mio. $ im Dezember 2022 auf 224 Mio. $.

Gleichzeitig stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von über 393 Mio. $ auf über 495 Mio. $, während die langfristigen Schulden von 3,2 Mrd. $ auf über 3,57 Mrd. $ anstiegen.

Wenn sich dieser Trend fortsetzt, besteht daher die Wahrscheinlichkeit, dass dem Unternehmen das Geld ausgeht, wenn nicht etwas geschieht. Schlimmer noch: Softbank hat dem Unternehmen meiner Meinung nach bereits den letzten Rettungsanker bereitgestellt.

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IWG könnte vom Zusammenbruch von WeWork profitieren

IWG ist der größte Konkurrent von WeWork. Seit der Gründung von Regus im Jahr 1989 ist das Unternehmen bereits seit vielen Jahren in der Branche tätig. Das Unternehmen verfügt außerdem über Standorte in Schlüsselmärkten und Beziehungen zu einigen der größten Unternehmen der Welt.

Am wichtigsten ist, dass IWG finanziell besser als Regus dasteht. Seine Barmittel und kurzfristigen Investitionen sind von 105 Mio. $ auf über 194 Mio. $ gestiegen. Gleichzeitig beträgt die Gesamtverschuldung weniger als 1 Mrd. $. Die jüngsten Ergebnisse zeigten, dass der Umsatz von IWG im 1. Quartal um 25 % auf 765 Mio. £ stieg.

Abgesehen von dem wahrscheinlichen Zusammenbruch von WeWork könnte das Unternehmen von dem derzeitigen makroökonomischen Umfeld profitieren. So setzen beispielsweise viele Unternehmen auf hybride Arbeitsmodelle. Außerdem bietet der Zusammenbruch der Gewerbeimmobilien dem Unternehmen eine gute Gelegenheit, seine Verträge neu zu verhandeln.

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