
Die weltweite Dominanz des US-Dollars steht heute im Fokus, nachdem ein Bloomberg-Bericht bestätigt hat, dass weitere 19 Länder den „BRICS“ beitreten wollen.
BRICS wird im Juni über eine Expansion diskutieren
Die Nachricht kommt vor dem Jahresgipfel der Gruppe am 2. und 3. Juni in Südafrika. Laut Anil Sooklal, dem südafrikanischen Botschafter der Gruppe:
Wir werden über die Expansion der BRICS und die Modalitäten, wie dies geschehen soll, diskutieren. Wir bekommen täglich neue Beitrittsanträge.
Er bestätigte auch, dass sechs Länder informell um die Aufnahme in die Gruppe gebeten haben, während die übrigen dreizehn Länder einen formellen Aufnahmeantrag gestellt haben.
Im Vergleich zu seinem Jahreshoch im letzten Monat ist der US-Dollar-Index (DXY) zum Zeitpunkt des Schreibens um mehr als 4 % gefallen.
BRICS hat die G7 beim BIP übertroffen
BRICS hatte erst vor Monaten bestätigt, dass es bereit sei, neue Mitglieder aufzunehmen. Bemerkenswert ist auch, dass diese Gruppe von Ländern in Bezug auf das BIP (gemessen an der Kaufkraftparität) bereits größer ist als die G7-Staaten.
Das ist von Bedeutung, weil der Block nach den westlichen Sanktionen gegen Moskau und Peking an einer neuen Währung arbeitet, die den US-Dollar im internationalen Handel ersetzen soll.
Die “Entdollarisierung” war in diesem Jahr auch aus anderen Gründen ein immer wiederkehrendes Thema, so z. B. wegen der Sorge um die US-Schuldenobergrenze und der Zusage Saudi-Arabiens, die Beziehungen zum Iran wiederherzustellen.
Jüngste Daten des IWF zeigen auch, dass der Anteil des USD an den weltweiten Reserven von etwa 70 % in den späten 1990er Jahren auf jetzt 58,4 % gesunken ist.
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