Die Aktie von BioNTech war nach den Quartalszahlen in der Vorwoche nur kurzzeitig nach oben gesprungen, trotz eines ausgewiesenen Jahresgewinn von gut zehn Milliarden Euro. Auf bis zu 170 Euro verbesserten sich die Papiere des Impfstoffentwicklers, bevor sie wieder nach unten durchgereicht wurden. 157 Euro standen vor dem Wochenende nur noch auf dem Kurszettel der BioNTech-Aktie. Doch den Montag begann sie deutlich erholt bei gut 165 Euro, den zuletzt eher kritischer Analystenstimmen zum Trotz.

Deutsche Bank senkt BioNTech-Kursziel

Es war die Deutsche Bank, die das Kursziel für BioNTech am Freitag von 225 auf 200 US-Dollar (rund 181 Euro) gesenkt und die Einstufung auf „Hold“ belassen hatte. Trotz leicht gestiegener Schätzungen nach den Geschäftszahlen des Impfstoffherstellers habe Analyst Emmanuel Papadakis sein Kursziel aufgrund sinkender Risikobereitschaft im Biotech-Bereich und fallender Bewertungsmultipliktoren in den kommenden Jahren gekappt, hieß es.

Auch die US-Investmentbank Goldman Sachs hatte das Kursziel für BioNTech gesenkt, allerdings nur von 299 auf 255 US-Dollar. Bei umgerechnet 231 Euro sieht das Institut dabei noch immer ein Aufwärtspotenzial von 40 Prozent. Dennoch beließ Analyst Chris Shibutani die Einstufung auf „Neutral“ belassen. Dank des Auftragsbooms zum Jahresende habe der Impfstoffhersteller die Erwartungen an das vierte Quartal 2021 getoppt, schrieb er. Seine kurzfristigen Prognosen steigen, langfristig sehe er aber Unsicherheiten.

Corona-Impfstoff ein Milliardenseller

Insgesamt liegt das durchschnittliche BioNTech-Kursziel aus sieben Analysen unterschiedlicher Häuser aktuell bei 266 Dollar – und damit noch immer höher als von Goldman Sachs oder gar der Deutschen Bank prognostiziert. Der gemeinsam von BioNTech mit Pfizer entwickelte Impfstoff gegen Corona wurden weltweit bereits milliardenfach verabreicht.