Der Heimwerkermarkt ist größer und langlebiger, als es die aktuelle Konsumstimmung vermuten lässt. Alte Häuser müssen renoviert, Gärten gepflegt und Wohnungen modernisiert werden, selbst wenn hohe Zinsen größere Projekte bremsen.
Einhell (WKN: A40ESU), Home Depot (WKN: 866953) und Lowe’s (WKN: 859545) spielen dabei völlig unterschiedliche Rollen, verfolgen aber dieselbe Grundidee: Wer möglichst viele Produkte, Dienstleistungen und Lösungen rund um das Zuhause kontrolliert, baut einen schwer angreifbaren Kundenstamm auf.
Der Do-it-yourself-Megatrend als stabiles Fundament
Die langfristige Nachfrage hat eine robuste Basis. In den USA lag das Medianalter eines selbst bewohnten Hauses 2024 bei 42 Jahren, nach 41 Jahren im Jahr 2023. Mit zunehmendem Alter steigen die Ausgaben für Reparaturen und Ersatzinvestitionen deutlich. Für Ende 2026 erwartete das Harvard Joint Center for Housing Studies im Frühjahr zwar nur noch 1,6 % Wachstum bei den Renovierungs- und Instandhaltungsausgaben. Insgesamt sollten die Ausgaben für Eigenheime damit trotzdem rund 518 Mrd. US-Dollar erreichen. In der EU sind rund 75 % des Gebäudebestands energetisch ineffizient, während die jährliche Renovierungsrate lediglich bei rund 1 % liegt. Der langfristige Modernisierungsbedarf ist damit erheblich.
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