DEFAMA (WKN: A13SUL) fokussiert sich als Immobilieneigentümer auf Supermärkte, die als kritische Infrastruktur eingestuft werden könnten. Das Unternehmen wächst durch den Kauf weiterer Immobilien und deren langfristige Refinanzierung profitabel. Dem Wachstum des Unternehmens und der DEFAMA-Aktie werden jedoch aktuell Steine in den Weg gelegt, die wir nun beleuchten wollen.

Zunächst das bedeutendste Thema: Der deutsche Kreditmarkt zeigt sich aktuell äußerst bürokratisch und unberechenbar. Selbst bei langjährigen Bestandsobjekten ziehen sich Banken bei Aufvalutierungen (Nachbeleihungen der Immobilien) überraschend zurück oder verschlechtern die zugesagten Konditionen spürbar. Dieser zähe Refinanzierungsprozess bremst den Zufluss an freier Liquidität erheblich und erschwert Neuinvestitionen in Supermarktimmobilien. Allerdings ist dies ein normaler Bestandteil des Immobilien- und Wirtschaftszyklus.

Mietausfälle reduzieren den FFO je DEFAMA-Aktie

Die Ertragskraft geriet im ersten Halbjahr 2026 unter Druck. Der Umsatz stieg dank früherer Ankäufe leicht von 15,2 Mio. auf 15,8 Mio. Euro. Trotzdem sank der FFO von 5,5 Mio. Euro auf 5,1 Mio. Euro. Ursächlich hierfür waren nicht nur Großausfälle wie die Insolvenz von Baumarkt Hammer im vergangenen Jahr, sondern auch eine Häufung kleinerer Mietausfälle im Kleingewerbe, verzögerte Nachvermietungen und proaktive Dachwartungen.

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