10.000 Euro sind ein guter Start. Doch wer das Geld einfach auf dem Konto liegen lässt, sollte sich fragen, wie viel davon in zehn Jahren tatsächlich noch übrig bleibt – gemessen an der Kaufkraft.
Wer langfristig also Vermögen aufbauen möchte, kommt am Kapitalmarkt kaum vorbei. Mit einem konsequenten Aktiensparplan lässt sich der Zinseszinseffekt nutzen. Allerdings braucht es dafür vor allem eines: Zeit.
10.000 Euro investieren: Der Zinseszinseffekt, die Rendite und Anlagedauer machen den Unterschied
Wie stark sich langfristiges Investieren auswirken kann, zeigt eine einfache Beispielrechnung. Werden 10.000 Euro einmalig investiert und erzielen über zehn Jahre durchschnittlich 7 % Rendite pro Jahr, würde daraus rechnerisch ein Depotwert von rund 19.700 Euro entstehen. Das Kapital hätte sich damit beinahe verdoppelt.
Wichtig ist allerdings der Blick auf das Kleingedruckte: Die 7 % sind lediglich eine angenommene Durchschnittsrendite und keine Prognose. Aktienkurse schwanken, einzelne Börsenjahre können deutlich im Minus liegen. Außerdem können Kosten und Steuern die tatsächliche Rendite reduzieren.
Noch wirkungsvoller kann regelmäßiges Aktiensparen sein. Wer zusätzlich beispielsweise 250 Euro im Monat investiert, zahlt innerhalb von zehn Jahren weitere 30.000 Euro ein. Bei einer angenommenen durchschnittlichen Rendite von 7 % würde das Gesamtvermögen rechnerisch auf fast 62.000 Euro wachsen – Kosten und Steuern mal außen vor gelassen.
Erhöhen wir den Zeitraum auf 20 Jahre, kommen wir auf fast 169.000. Bei 30 Jahren auf rund 381.000 Euro.
Drehen wir an der Renditeschraube und nehmen beispielsweise 12 %. Dann sind wir nach 30 Jahren bei 1,17 Mio. Euro.
Hier zeigt sich, wie lukrativ Investitionen in Einzelaktien sein können. Stock-Picker wie Warren Buffett erzielten dabei über einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahrhundert jährliche Renditen von fast 20 %. Das ist tatsächlich möglich an der Börse.
Fazit
Aus 10.000 Euro in zehn Jahren ein deutlich größeres Vermögen zu machen, ist möglich – aber nicht garantiert. Entscheidend sind ein langer Anlagehorizont, regelmäßige Investitionen, eine breite Streuung und die Bereitschaft, zwischenzeitliche Kursverluste auszuhalten.
Der vielleicht wichtigste Hebel ist dabei die Kombination aus Startkapital und Sparrate. Denn während die Rendite nicht planbar ist, können Anleger selbst beeinflussen, wie viel sie regelmäßig investieren und wie lange sie ihr Geld am Kapitalmarkt arbeiten lassen.
Wer mehr Rendite als der Markt rausholen möchte, muss den riskanten Weg über Einzelinvestments gehen. Hier sind deutlich zweistellige Renditen möglich.
Allerdings sollte sich ein Anleger dann auch intensiver mit einzelnen Aktien beschäftigen. Er sollte wissen, wie sich die Qualität eines Unternehmens anhand seiner Bilanz beurteilen lässt. Genau hier setzt unser kostenloser Sonderbericht an: Er zeigt, welche Kennzahlen bei der Aktienanalyse besonders hilfreich sein können und wie Anleger Geschäftszahlen besser einordnen können.
Der Artikel Aus 10.000 Euro in 10 Jahren ein Vermögen machen? So kann Aktiensparen funktionieren! ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.