
Bitcoin könnte laut einer am Freitag vorgelegten optimistischen Prognose von Matthew Sigel, Leiter der Digital Assets Research bei Investment-Riese VanEck, bis zum nächsten Jahr die „sechsstellige Marke“ zurückerobern.
Im Gespräch mit CNBC sagte Sigel heute Morgen, zunehmende fiskalische Sorgen und strukturelle Marktveränderungen bereiteten den Boden für eine signifikante Rallye.
Mit BTC, das nach einer turbulenten makroökonomischen Woche derzeit um $80.000 schwankt, bleibe die institutionelle Nachfrage bemerkenswert widerstandsfähig, fügte er hinzu.
Und da sich die Liquidität der Zentralbanken verschiebt und die staatlichen Schulden wachsen, könnte sich der Krypto-Asset rasch zu einer makroökonomischen Absicherung für institutionelle Allokatoren weltweit entwickeln.
Was könnte Bitcoin wieder auf $100.000 treiben?
Sigel betonte, dass eine grundlegende Verschiebung der Marktmechanik diesen Zyklus von früheren Läufen unterscheide.
Die annualisierte Preisvolatilität von Bitcoin ist im Vergleich zu vor vier Jahren um etwa 50 % gesunken – ein Indiz dafür, dass sich die Anlageklasse unter institutioneller Betreuung entwickelt und nicht mehr ausschließlich von spekulativem Retail-Handel bestimmt wird.
Dieser Stabilität liegt eine sich verschärfende globale Lage bei Staatsverschuldungen zugrunde.
Regierungen bleiben „überverschuldet“ und zwingen Fiskalbehörden in prekäre Positionen, die häufig Assets mit fester Obergrenze begünstigen.
Sigel bemerkte, dass Händler „deutlich mehr“ für Puts als für Calls zahlen, gleichzeitig aber Rückkäufe von US-Staatsanleihen aggressive Short-Covering-Rallys ausgelöst hätten.
Da politische Entscheidungsträger voraussichtlich nicht bald die Defizitausgaben drosseln werden, wirke jede mögliche Lockerung der globalen monetären Liquidität wie ein sofortiger „Beschleuniger für Bitcoin“.
Institutionelles Kapital könnte den BTC‑Preis nach oben treiben
Trotz der breiteren makroökonomischen Gegenwinde bleibt die zugrunde liegende Nachfrage aus wichtigen institutionellen Kapitalquellen relativ stabil.
Gespräche über das Wealth‑Management‑Spektrum hinweg – von unabhängigen Finanzberatern bis zu Billionenfonds souveräner Vermögensverwalter – zeigen einen großen Trend: Institutionen akkumulieren Bitcoin bei Rücksetzern.
Darüber hinaus rechnet VanEck mit einer explosionsartigen Adoption von Stablecoins, getrieben durch politischen Reibungspunkte zwischen Capitol Hill und traditionellen Finanzinstituten.
Sigel bezeichnete es als „bemerkenswerte Ironie“, dass Lobbygruppen des traditionellen Bankensektors versuchen, Regeln, die formal unter dem letzten Jahr verabschiedeten bahnbrechenden GENIUS Act in Kraft traten, neu zu verhandeln und umzuschreiben.
Dieser regulatorische Gegenwind traditioneller Banken treibe Marktteilnehmer mit Rekordtempo hin zu dezentralen Abwicklungsalternativen, ergänzte er.
Gesetzgeberische Blockade und Ausblick
Der Weg zu $100.000 ist nicht frei von regulatorischen Hürden, wie die jüngste gesetzgeberische Pattsituation auf Capitol Hill zeigt.
Der US‑Senat konnte den Clarity Act Anfang dieser Woche nicht voranbringen, wodurch breitere Definitionen zur Marktstruktur zwischen SEC und CFTC vorübergehend in der Schwebe sind.
Dennoch übertrifft die Krypto‑Adoption weiterhin legislative Verzögerungen.
Das breitere Markthintergrundbild, geprägt durch kürzliche Zinsanpassungen globaler Zentralbanken und anhaltende souveräne Kreditrisiken, kanalisiert institutionelle Zuflüsse weiterhin in digitale Wertspeicher.
Wenn die Haushaltsdefizite weiter anwachsen, während sich die globale Geldpolitik in Richtung Lockerung bewegt, begünstigt der Zeitrahmen klar die Bitcoin‑Bullen, die im kommenden Jahr 100.000 US‑Dollar anstreben.
Das entspräche etwa einer Rallye von 25 % gegenüber dem Kurs, zu dem der Krypto‑König zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gehandelt wird.
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