Energiespeicherplattformen von fluence energy

Die Fluence Energy (FLNC)-Aktie stürzte am Donnerstagmorgen ab, nachdem das Management seine Prognose für das Geschäftsjahr gesenkt hatte.

Das Unternehmen erwartet jetzt, dass der Umsatz bei etwa $2.4 billion liegen wird, deutlich unter der bisherigen Guidance von $3 billion. Zudem rechnet es damit, dass sich der bereinigte EBITDA-Verlust in diesem Jahr auf $200 million ausweitet.

Als Anleger auf die enttäuschende Prognose reagierten, fiel FLNC deutlich unter seine wichtigen gleitenden Durchschnitte (MAs); ein RSI im niedrigen 20er-Bereich signalisiert, dass die Aktie nun stark überverkauft ist.

Obwohl ein solches technische Setup oft eine kurzfristige Rally auslöst, gibt es Gründe, warum disziplinierte Investoren Fluence Energy-Aktien weiterhin mit einer zehn Fuß langen Stange meiden sollten.  

Warum Fluence Energy die Jahresprognose gesenkt hat

Fluence Energy hat die Prognose hauptsächlich wegen andauernder Engpässe in der Fertigung und in der Lieferkette gekürzt.

Das Management nannte erhebliche Verzögerungen beim Hochfahren der führenden Vertragsfertigungsanlage in Houston – was das Unternehmen daran hinderte, seinen Rekordauftragsbestand in realisierte Umsätze umzuwandeln.

Zudem verschieben sich Projektlieferverzögerungen in Höhe von „hunderten Millionen Dollar“ aus diesem Jahr in das Geschäftsjahr 2027.

Während FLNC kürzlich einen neuen Chief Operating Officer ernannt und Umstrukturierungspläne angekündigt hat, um diese operativen Engpässe anzugehen, bleibt das Ausführungsrisiko erhöht, bis das Unternehmen verlässliche Lieferpläne und operative Vorhersehbarkeit nachweisen kann.

Damit ist die Fluence Energy-Aktie heute kein attraktiver Kauf bei einem Rücksetzer.

Warum sich FLNC-Aktien beim Rücksetzer nicht zum Kauf eignen

Abgesehen von den Fertigungsengpässen im Umsatzbereich sind Fluence Energy-Aktien ein No-Go, weil sich die zugrunde liegende finanzielle Lage des Unternehmens rapide verschlechtert.

Die Bruttomargen sind deutlich geschrumpft – im zuletzt berichteten Quartal fielen sie in den mittleren einstelligen Bereich – bedingt durch anfängliche Plattform-Einführungskosten, Reibungen in der Lieferkette und vorab zugesagte internationale Batterie-Lieferverpflichtungen.

In Kombination mit sich ausweitenden EBITDA-Verlusten vergrößert sich der Nettounverschuldungs- bzw. Jahresfehlbetrag des Unternehmens deutlich.

Für ein wachstumsorientiertes Unternehmen, das mit makroökonomischen Gegenwinden und erhöhten Zinssätzen navigiert, schaffen anhaltender Cash-Burn und negative Erträge ein prekäreres Umfeld.

Solange FLNC keinen klaren Weg zu nachhaltiger Profitabilität und positiver Cash-Generierung aufzeigen kann, birgt der reine Kauf der Aktie auf Basis verbilligter Bewertungskennzahlen ein erhebliches Abwärtsrisiko.

Was Fluence Energy zur Erholung braucht

Alles in allem signalisiert ein RSI im unteren 20er-Bereich zwar kurzfristige technische Entlastung, wenn automatisierte Handelssysteme Shortpositionen eindecken; Anleger müssen jedoch technische Geräusche vom langfristigen fundamentalen Wert trennen.

Ein niedriger Relative-Strength-Index spiegelt lediglich die Geschwindigkeit und Intensität der jüngsten Kursverluste wider – nicht ein intrinsisches Signal dafür, dass sich ein Unternehmen grundlegend erholt hat.

FLNC-Aktien profitieren zweifellos von starken strukturellen Rückenwinden im Bereich Energiespeicherung und der Nachfrage nach Rechenzentrumsstrom, aber Umsatzpotenzial nützt wenig, wenn operative Fehltritte kontinuierlich die Gewinnmargen auslöschen.

Bis das Management nachweisen kann, dass es die Margen stabilisiert und den $6.4 billion Auftragsbestand sauber abarbeitet, bleibt das Fangen dieses fallenden Messers ein unnötiges Risiko.

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