Chris Hohn hat über die letzten 30 Jahre eine knapp doppelt so hohe Rendite eingefahren wie der S&P 500. Das lässt aufhorchen. Dabei nutzt er keine Zaubertricks, sondern hält sich einfach an Buffetts Rat: Hohn fokussiert sich nicht auf Wachstumspotenziale, sondern auf den ökonomischen Burggraben, den Moat. Denn Unternehmen, die entscheidende Wettbewerbsvorteile aufweisen und diese lange Zeit verteidigen können, gehen den Erfolgsweg – und ihre Aktionäre mit ihnen.
„Wir fokussieren uns auf Industrien mit beständigen komparativen Vorteilen und Preissetzungsmacht. Starke Unternehmen, die trotz schlechter Wirtschaftslage ihre Erträge steigern können, sind extrem wertvoll.„(Sir Christopher Hohn)
Die gängigsten Burggräben sind niedrige Produktionskosten, hohe Wechselkosten, Preissetzungsmacht und Netzwerkeffekte. Wer andere auf der Kostenseite schlägt, ist immer im Vorteil, denn der Gewinn liegt bekanntlich im Einkauf. Wenn Kunden gewaltige finanzielle Lasten und ein enormer Zeit- und Personalaufwand erwartet, wenn sie den Anbieter wechseln wollen, bremst das die Wechselambitionen gründlich aus. Wer die Preise anheben kann, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, ohne dabei Kunden zu verlieren, kann ruinösen Preiswettbewerben einfach aus dem Weg gehen. Und wenn mehr Kunden zu größeren Vorteilen für die Kunden führen, führt dies zu mehr Kunden – das Netzwerk wächst beinahe von selbst und wird dabei immer stärker.
Es gibt noch weitere Burggräben und das in vielen Branchen. Manchmal kommen zwei oder drei Burggräben zusammen und wenn diese für längere Zeit Bestand haben, hat man sein perfektes Unternehmen und ein ideales Investment gefunden. Wenn es einem nun noch gelingt, hier zu einem vernünftigen Preis einzusteigen, kann man sich einfach zurücklehnen und den Dingen ihren Lauf lassen. Denn dann sind starke Renditen schier unvermeidlich.
Es lohnt also, genau hinzusehen und sich (nur) auf die besten der Besten zu konzentrieren…
