
Die Aktie von Adobe (ADBE) eröffnete am 11. September tiefer, und Gil Luria, Senior-Analyst bei D.A. Davidson, hält den Rückgang für gerechtfertigt.
Luria stuft den Softwarekonzern als Buy ein und sieht ein Kursziel von $250 für die Aktie.
„Adobe wurde als Verlierer im Bereich KI dargestellt“, räumte er heute in einem Interview mit CNBC ein.
Doch das sei nicht alles, was den Aktienkurs zum Zeitpunkt der Veröffentlichung belaste, fügte der Analyst hinzu.
Adobe-Aktien haben Anleger 2026 im Zuge von KI‑Angst enttäuscht – derzeit liegen sie mehr als 25 % unter dem Stand zu Beginn des Jahres.
CEO‑Wechsel schwächt Adobe‑Aktie
Luria hob Adobes jüngste Führungsumbesetzung als weiteren gewichtigen Faktor hervor, der die Aktie nach unten ziehe.
Der frühere Vorstandsvorsitzende Shantanu Narayen trat vor etwa drei Monaten zurück – und im Zuge der Veröffentlichung der Quartalszahlen gestern Abend wurde mit Anil Chakravarthy eine interne Nachfolge benannt.
Dem D.A.-Davidson-Analysten zufolge impliziert eine Beförderung aus den eigenen Reihen nach einer „monatelangen“ Übergangsphase, dass der Aufsichtsrat extern gesucht, aber keine externen Kandidaten gewinnen konnte, die bereit gewesen wären, den Konzern durch die derzeitigen Gegenwinde zu steuern.
Dieser unbeholfene Übergang schaffe Reibung – und lasse Investoren zunehmend befürchten, dass ADBE-Aktien an frischer Führungsperspektive fehlen, um den Marktdruck zu meistern und den bisherigen Jahresverlust umzukehren.
Bemerkenswert ist außerdem, dass Adobe derzeit keine Dividende zahlt, um trotz schwindender Anlegerstimmung Eigentum zu incentivieren.
Adobes Zahlen konnten KI‑Befürchtungen nicht zerstreuen
Zu der Führungsunsicherheit kommt, dass Adobes fiskalisches Q3 den zunehmend skeptischen Stimmen an der Wall Street nur wenig oder gar keinen Trost bot.
Der Softwarekonzern trägt die Beweislast, die Erzählung zu widerlegen, er liege im Rennen um generative KI zurück.
Und lediglich erwartungsgemäße Quartalsergebnisse zu liefern, trage wenig dazu bei, die schädliche Wahrnehmung des „KI‑Verlierers“ zu entkräften, argumentierte er in „Closing Bell: Overtime“.
Luria betonte, dass das Erfüllen grundlegender Markterwartungen Investoren keinen überzeugenden Grund gebe, daran zu glauben, dass ADBE seinen Wettbewerbsvorteil gegenüber sich aggressiv entwickelnden KI‑Rivalen verteidigen könne.
Ohne herausragendes Wachstum oder eindeutige Belege für KI‑Monetarisierung verstärke der jüngste Bericht die Befürchtungen, dass die Adobe‑Aktie weiterhin stark verwundbar gegenüber Störungen durch künstliche Intelligenz sei.
Wie man ADBE‑Papiere nach Q3‑Zahlen spielt
Damit sich ADBE von den jüngsten Verlusten erholt, müsse das Management einen klaren und „umsetzbaren“ Fahrplan zur Beschleunigung des Umsatzwachstums vorlegen, so Luria.
Seiner Ansicht nach könnte Adobe Schwung zurückgewinnen, indem es „finanziell wertschaffende“ Übernahmen anstrebt oder wirkungsstarke KI‑Ökosystem‑Partnerschaften eingeht – ähnlich dem bahnbrechenden Deal von Salesforce Inc. mit Anthropic – um zu beweisen, dass die Geschäftsbereiche weiterhin wachsen werden.
Bemerkung: ADBE wurde heute Morgen kurzzeitig unter seiner 100‑Tage‑Durchschnittslinie (MA) gehandelt – ein Hinweis darauf, dass der bärische Schwung kurzfristig anhalten könnte.
Investoren sollten außerdem beachten, dass D.A. Davidson trotz Buy‑Einstufung ein Kursziel von $250 nennt, das in etwa dem Preis entspricht, zu dem die Softwareaktie bereits gehandelt wird.
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