Mit der Nintendo-Aktie (WKN: 864009) setzen wir auf einen der stärksten Anbieter im globalen Videospielemarkt. Anders als reine Spieleentwickler kontrolliert Nintendo dabei große Teile des eigenen Ökosystems: von der Konsole über die Software bis hin zu Marken wie Mario, Zelda oder Pokémon. Mit der Switch 2 hat der Konzern im vergangenen Jahr einen neuen Hardwarezyklus gestartet. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 zeigt sich nun ein ungewöhnliches Bild: Der Umsatz geht zurück, während sich der operative Gewinn mehr als verdoppelt. Dahinter stecken eine wesentlich günstigere Umsatzstruktur – aber auch ein positiver Sondereffekt.
Nintendo-Aktie: Diese Zahlen müssen Investoren kennen
Der Umsatz sank in den drei Monaten bis Ende Juni um 9,5 % auf 517,8 Mrd. Yen. Der operative Gewinn sprang dagegen um 150,5 % von 56,9 Mrd. auf 142,6 Mrd. Yen. Der Nintendo zurechenbare Nettogewinn erhöhte sich um 53,5 % auf 147,4 Mrd. Yen. Das Ergebnis je Nintendo-Aktie stieg entsprechend von 82,48 auf 127,88 Yen. Auf den ersten Blick ist das ein außergewöhnlicher Ergebnissprung bei gleichzeitig schrumpfenden Erlösen.
Nintendo nennt dafür vor allem zwei Ursachen. Erstens nahm Software einen größeren Anteil am Gesamtumsatz ein. Spiele besitzen wesentlich attraktivere Margen als die Hardware, bei der Nintendo unter anderem Prozessoren, Displays, Speicher und weitere Komponenten bezahlen muss. Zweitens erhielt das Unternehmen in den USA Rückerstattungen auf zuvor gezahlte IEEPA-Zölle. Diese waren in früheren Perioden als Umsatzkosten erfasst worden und erhöhten nun den Gewinn. Wir sollten die Verbesserung der Profitabilität daher nicht vollständig auf die operative Entwicklung zurückführen.
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