
Der Nikkei‑225 stieg am Montag, begünstigt durch die anhaltende Erholung der Technologiewerte. Er legte um 1.65% zu, erreichte ein Hoch von 66.130, den höchsten Stand seit dem 28. August, und liegt damit fast 10% über seinem Jahrestief im Juli. Dieser Artikel beleuchtet die wichtigsten Katalysatoren, die den Index diese Woche antreiben werden.
Nikkei‑225 reagiert auf Comeback der Technologiewerte
Die anhaltende Erholung des Nikkei‑225 wird von Technologieunternehmen getragen, da Anleger weitere Informationen zum bevorstehenden Börsengang von Anthropic. Die SoftBank‑Aktie schoss um 8.26% nach oben, während Kioxia Holdings um 7.60% zulegte. Tokyo Electron und Advantest sprangen jeweils um nahezu 5%.
Diese Titel reagieren auf die anhaltende Tech‑Erholung. Ein genauerer Blick zeigt, dass sich die meisten Memory‑Werte, darunter bekannte Namen wie Micron, SanDisk, Samsung und SK Hynix, seit ihren Tiefständen im Juni um zweistellige Prozentsätze erholt haben.
Sie steigen zudem, weil Händler auf den bevorstehenden Börsengang von Anthropic warten, der das Unternehmen mit 2 Billionen US‑Dollar bewerten soll. OpenAI, an dem SoftBank beteiligt ist, dürfte danach folgen. Diese Börsengänge dürften die Nachfrage nach Technologieunternehmen weiter anziehen.
Die Kurse steigen auch, weil Anleger davon ausgehen, dass die KI‑Branche weiteres Wachstumspotenzial hat. Das wurde in der jüngsten Berichtssaison deutlich, als die meisten Unternehmen starke Zahlen veröffentlichten und ihre Ausblicke anhoben.
Wichtige japanische Konjunkturdaten
Der Nikkei‑225 wird zudem auf einige bemerkenswerte makroökonomische Daten aus Japan reagieren. Diese Werte werden ab Dienstag veröffentlicht, wenn die Statistikbehörde ihre BIP‑Zahlen vorlegt.
Ökonomen erwarten, dass die Daten ein Wachstum von 0.3% im Quartalsvergleich (QoQ) und 1.1% im Jahresvergleich (YoY) für das zweite Quartal zeigen werden. Dieses Wachstum wird von der externen Nachfrage getragen, da der Technologiesektor weiterhin boomt. Die Investitionsausgaben (CapEx) werden voraussichtlich um 1.2% im Quartal zurückgehen.
Japan wird außerdem am Freitag die neuesten Erzeugerpreisindex‑Daten (PPI) veröffentlichen. Diese Zahlen sind wichtig, weil sie der Bank of Japan (BoJ) bei ihrer nächsten Zinsentscheidung helfen werden.
Ökonomen gehen davon aus, dass die Bank die Zinsen um 25 Basispunkte anheben wird, was die Lücke zwischen der Fed und der Bank of Japan schließen würde. Ein solcher Schritt würde dazu beitragen, die Rolle des japanischen Yen als Finanzierungswährung für Carry‑Trades zu verringern.
US‑Inflationsdaten
In diesem Zusammenhang wird der Nikkei‑225 auch auf den bevorstehenden US‑Inflationsbericht reagieren, der am Donnerstag und Freitag veröffentlicht wird. Es wird erwartet, dass Erzeugerpreis‑ und Verbraucherpreisindikatoren (PPI und CPI) zeigen, dass die US‑Inflation weiterhin über dem 2%‑Ziel liegt, da Benzin‑ und Dieselpreise weiter steigen.
Ein höher als erwarteter Inflationsbericht würde auf weitere Straffung durch die Fed hindeuten; die Wahrscheinlichkeiten für eine Zinserhöhung im September stiegen auf Polymarket und Kalshi. Diese Chancen sprangen nach der Veröffentlichung eines starken Berichts zu den Nonfarm Payrolls (NFP).
Trump hat damit gedroht, den Handel „einzustellen“ mit allen Ländern, gegenüber denen die USA ein Defizit haben, es sei denn, die Fed senkt die Zinsen drastisch. Japan weist gegenüber den Vereinigten Staaten einen großen Handelsüberschuss auf, weshalb es ins Visier geraten könnte.
Darüber hinaus wird der Nikkei‑225 auf die Aktivität am Anleihenmarkt reagieren, wo die Renditen in den vergangenen Monaten weiter gestiegen sind. Steigende Anleiherenditen wirken sich auf den Aktienmarkt aus, da einige Investoren dazu neigen, in höherverzinsliche Anleihen zu wechseln.
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