
Die CoreWeave-Aktie hat in den letzten Wochen nachgegeben und notiert nun auf dem niedrigsten Stand seit dem 3. August. CRWV fiel auf $82, damit mehr als 40% unter dem Jahreshoch. Diese Kursrückgabe könnte anhalten, nachdem die Aktie trotz starken Umsatzwachstums eine riskante Chartformation gebildet hat.
Technische Analyse der CoreWeave-Aktie zeigt: Eine riskante Formation hat sich herausgebildet
Technische Indikatoren deuten darauf hin, dass die CRWV-Aktie kurz vor einem starken bärischen Ausbruch stehen könnte. Sie ist bereits unter den 50-day Exponential Moving Average (EMA) gefallen, ein Zeichen dafür, dass die Bären die Oberhand gewonnen haben.
Bei näherer Betrachtung deutet sich jedoch eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation an. In diesem Fall liegt der Kopf bei $137.75, dem Höchststand vom 6. Mai dieses Jahres. Die linke und rechte Schulter liegen bei $115 bzw. $117, während die Nackenlinie bei $64 verläuft.
Diese technischen Signale deuten auf weiteres Abwärtspotenzial hin; das erste Ziel liegt an der Nackenlinie bei $64. Ein Bruch dieses Niveaus würde weiteres Abwärtspotenzial anzeigen, möglicherweise bis zur psychologischen Marke von $50. Die bärische Perspektive wäre hingegen aufgehoben, sollte die Aktie über $117.30 ansteigen.

CRWV-Aktienchart | Quelle: TradingView
CoreWeave wächst, doch wesentliche Risiken bleiben
Die schwachen technischen Signale treten zu einer Zeit auf, in der die Fundamentaldaten des Unternehmens zu den besten gehören. Dieses Wachstum findet statt, während die meisten der größten KI-Labore der Welt seine Rechenzentren nutzen.
Zu den größten Kunden gehören Unternehmen wie OpenAI, Anthropic, Microsoft, Meta Platforms und Mistral. Zudem bietet es seine Lösungen Jane Street an, einem führenden High-Frequency-Trading-Unternehmen (HFT).
Dieses Wachstum spiegelt sich in den jüngsten Zahlen wider. Der Umsatz stieg um 112% auf $2.6 billion, während das bereinigte EBITDA auf $1.5 billion kletterte. Der Auftragsbestand des Unternehmens ist ebenfalls weiter gestiegen und liegt aktuell bei über $104.2 billion.
Diese Zahlen zeigen, dass die Nachfrage weiter zunimmt, und dieser Trend könnte sich beschleunigen, da die Ausgaben für KI-Rechenzentren anziehen.
Es gibt mehrere Gründe, warum die CoreWeave-Aktie unter Druck steht und die Leerverkaufsquote auf 15% gestiegen ist. Ein Grund ist, dass die Geschäftskosten stark steigen, da die Preise für wichtige Produkte wie Server und Speicher zulegen.
Ein weiterer Grund ist die weiter ansteigende Verschuldung. Zum Ende des letzten Quartals standen nahezu $30 billion Schulden in der Bilanz, deutlich mehr als zu Jahresbeginn. Zudem bestehen Operating-Lease-Verbindlichkeiten von über $15.7 billion.
Besonders auffällig ist, dass die Branche zunehmend wettbewerbsintensiv wird, da mehr Unternehmen in das Geschäft einsteigen. So hat Anthropic beispielsweise eine Vereinbarung über $35 billion mit Lambda getroffen, einem von Nvidia unterstützten Unternehmen.
Kürzlich ging Anthropic eine Vereinbarung über $45 billion mit Nscale ein. Weitere Unternehmen wie RIOT Platforms, Mara Holdings, IREN und Nebius gewinnen Marktanteile. Gleichzeitig baut OpenAI weiter seine Rechenzentren aus und schloss zuletzt eine Finanzierungsvereinbarung über $105 billion mit Nvidia.
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