
Das Aktienresearch-Team der Bank of America hat eine Handvoll Aktien hervorgehoben, von denen es erwartet, dass sie sich beim Übergang in den September überdurchschnittlich entwickeln.
Die Auswahlen folgen keiner einzelnen makroökonomischen Erzählung, sie reichen von Live‑Entertainment über Halbleiterausrüstung und Haushaltsprodukte bis hin zu Luxusbekleidung.
Und jede der drei von BofA benannten Aktien baut auf etwas Unternehmensspezifischem auf – einem fehlbewerteten De‑Rating, einer noch entstehenden Margenstory oder einer an Fahrt gewinnenden Umkehr.
Was sie verbindet, ist nicht Sektor oder Thema, sondern die gemeinsame Wette, dass der Markt einen bereits laufenden Katalysator noch nicht vollständig eingepreist hat.
ASML
Analyst Didier Scemama nannte ASML als seinen Top‑Pick im Bereich Halbleiterausrüstung und wertet die jüngste Schwäche eher als Nachkaufchance denn als Warnsignal.
ASML befindet sich allgemein in diesem Jahr in einem ausgeprägten Aufwärtstrend, hat jedoch über die letzten 12 Monate Branchenkollegen hinterhergehinkt – eine Lücke, die Scemama angesichts des Wettbewerbsvorteils und der Gewinnentwicklung des Unternehmens als unbegründeten Bewertungsabschlag ansieht.
Die Schätzungen von BofA liegen über dem Konsens – mit einem Kursziel von €2,452, basierend auf erwarteten branchenführenden EPS‑Wachstumsraten und ausweitenden operativen Margen.
Kapazitätsengpässe und zunehmender Wettbewerb sind echte Risiken, doch Scemama hält das Chancen‑/Risikoverhältnis mit Blick auf die zweite Jahreshälfte weiterhin für überzeugend.
Madison Square Garden Entertainment
Peter Hendersons Argument für Madison Square Garden Entertainment stützt sich mehr auf die künftige Ausrichtung des Geschäfts als auf die bisherige Entwicklung.
Ein dauerhaft voller Vorbuchungskalender, der eine Story mit Betriebshebel speist, von der BofA erwartet, dass sie die Margen weiter ausweitet und das bereinigte Betriebsergebnis steigen lässt.
Die kurzfristigen Zahlen bestätigen das bereits; das letzte Quartal profitierte von erhöhtem Konzertaufkommen, besseren Erlösen pro Show und einem Schub durch den Playoff‑Lauf der Knicks im Kampf um die Meisterschaft, wobei Sponsoring-, Beschilderungs‑ und Logenumsätze zusätzliche Unterstützung lieferten.
Die Aktie des Mutterkonzerns von Knicks und Rangers ist in diesem Jahr um 45 % gestiegen, doch Henderson ist weiterhin überzeugt, dass noch kein Höhenlimit erreicht ist.
Church & Dwight
Anna Lizzul bezeichnet Church & Dwight als eine der wichtigsten Ideen von BofA – aufgebaut auf einer vom Management getragenen Wende, die bereits im Gange ist.
Der Hersteller von Arm & Hammer‑Backnatron, Zahnpasta und Körperpflegeprodukten justiert sein Portfolio zwischen günstigeren und Premium‑Preisstufen.
Lizzul erwartet, dass Innovationen in den Kernmarken in Kombination mit einer „gezielten“ Portfolioanpassung die Bruttomargen auf ein Niveau treiben, das das Unternehmen zuvor nicht erreicht hat.
Diese These stützt sich auf eine Historie, in der sich das Unternehmen auch dann behauptet hat, wenn die Verbraucherausgaben anderswo nachgaben – eine Widerstandsfähigkeit, von der der Bank‑of‑America‑Analyst erwartet, dass sie weiter kompoundiert.
Die Aktie liegt im bisherigen Jahresverlauf rund 21 % im Plus – und weiteres Erreichen der Margenziele dürfte die Überperformance stützen. Hinweis: Die CHD‑Aktie zahlt zudem eine attraktive Dividende von 1.21 %, was sie als langfristige Anlage noch ansprechender macht.
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