
Der Nikkei-225-Index fiel am Montag leicht, da Investoren die Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen der Bank of Japan (BoJ) nach jüngsten makroökonomischen Daten erhöhten. Er sank auf 65.325 und liegt damit 10 % unter seinem diesjährigen Höchststand. Dieser Artikel beleuchtet einige der wichtigsten Katalysatoren für japanische Aktien in dieser Woche.
Nikkei-225-Index reagiert auf wichtige japanische Makrodaten
Der Nikkei-225-Index zog sich zurück, nachdem ein Bericht zeigte, dass die industrielle Produktion in Japan im Juli um 3,6 % im Jahresvergleich gestiegen ist und monatlich um 0,1 % zulegte. Der monatliche Anstieg war besser als der erwartete Rückgang von 0,7 %.
Ein weiterer Bericht zeigte, dass die Einzelhandelsumsätze im Juli um 4 % stiegen, ebenfalls höher als die Medianprognose von 3,2 %. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass sich die japanische Wirtschaft relativ stabil entwickelt.
Die Berichte folgten zwei Tage nachdem die Statistikbehörde die relativ starken Inflationszahlen für Tokio veröffentlicht hatte. Später in der Woche wird S&P Global die neuesten Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das Verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor veröffentlichen.
Dabei liefern diese Daten weitere Informationen über die japanische Wirtschaft und die Erwartungen. Die meisten Analysten prognostizieren inzwischen, dass die BoJ später in diesem Jahr die Zinsen anheben wird. Das erklärt teilweise, warum die japanischen Anleiherenditen diese Woche auf einem erhöhten Niveau geblieben sind.
US‑Iran‑Spannungen
Der Nikkei-225-Index fällt auch, weil Investoren auf die jüngsten Entwicklungen zwischen den USA und dem Iran reagieren. Die USA führten über Nacht begrenzte Angriffe durch und trafen iranische Raketenwerfer in der Nähe der Straße von Hormus.
Obwohl die Angriffe begrenzt waren, wird Iran voraussichtlich Vergeltungsmaßnahmen erwägen, da Beamte glauben, militärisch in einer starken Position zu sein. Eine Eskalation würde die Rohölpreise nach oben treiben, wobei Brent und West Texas Intermediate auf etwa $90 bzw. $85 steigen könnten.
Japan ist in hohem Maße auf die Straße von Hormus und Ölimporte angewiesen, und die Krise könnte Auswirkungen auf die Wirtschaft und wichtige Unternehmen haben.
Jackson Hole und wichtige US‑Makrodaten
Der Nikkei-225-Index reagiert zudem auf das Jackson Hole-Symposium der letzten Woche, in dem Kevin Warsh eine deutlich restriktive Stellungnahme abgab. Er betonte, dass die US‑Inflation weiter erhöht sei und die Fed alles tun werde, um sie auf das Ziel von 2 % zu bringen.
In der Folge erhöhten die meisten Marktteilnehmer die Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen. Die Mehrheit der Analysten erwartet nun, dass die Fed in der Dezember-Sitzung die Zinsen anheben wird, um die Inflation auf das 2‑%‑Ziel zurückzuführen.
Entsprechend werden japanische Aktien auf die anstehenden US‑Makrodaten reagieren, wie die Nonfarm Payrolls (NFP) sowie die PMI‑Zahlen für Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungen.
Nikkei-225-Index: Technische Analyse

Nikkei-225-Index-Chart | Quelle: TradingView
Der Tageschart zeigt, dass der Nikkei-225-Index in den vergangenen Tagen unter Druck geraten ist und sich von 69.577 Anfang des Monats auf aktuell 65.361 bewegt hat. Er fiel unter den 50‑Tage‑Durchschnitt und steht kurz davor, unter das wichtige Unterstützungslevel von 64.653 zu fallen.
Der Relative‑Stärke‑Index (RSI) und die MACD‑Indikatoren zeigen alle nach unten. Daher wird der Index wahrscheinlich weiter fallen, möglicherweise bis zur psychologischen Marke von 65.000.
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