Salesforce-Logo an einem modernen Bürogebäude mit Glasfassade

Die Aktie von Salesforce (CRM) hat sich in den letzten Sitzungen überwiegend seitwärts bewegt, während Anleger auf die Veröffentlichung der fiskalischen Q2-Ergebnisse des Unternehmens warten, die nach Handelsschluss am August 26th anstehen.

Der Konsens sieht für CRM Umsatzerlöse von $11.32 billion und ein Ergebnis je Aktie (EPS) von $3.27 vor, was einem Wachstum von rund 11 % bzw. 12 % auf Umsatz- und Ergebnisseite entspricht.

Das Ergebnisereignis fällt in eine Phase, in der Salesforce-Aktien bereits wieder das Anlegerinteresse zurückgewonnen haben, der Kurs liegt etwa 35 % über seinem jüngsten Tief.

Worauf Salesforce-Aktien nach den Q2-Zahlen ankommen

Angesichts der jüngsten Kursgewinne dürfte ein bloßes Übertreffen des Q2-Konsenses womöglich nicht ausreichen, um eine anhaltende Rally in der CRM-Aktie auszulösen.

Anleger verlangen zunehmend Nachweise dafür, dass das Unternehmen sein organisches Wachstum wieder beschleunigen kann, während es seine Investitionen in künstliche Intelligenz (AI) monetarisiert.

Das Management hatte zuvor stärkeres organisches Wachstum für die zweite Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2027 in Aussicht gestellt, weshalb die Zukunftsprognosen besonders wichtig sind.

Eine Kennzahl, die der Markt genau beobachten wird, ist Current Remaining Performance Obligations (CRPO). Analysten gehen davon aus, dass sie um über 13 % auf etwa $33.41 billion steigen wird.

Ein stärker als erwarteter Wert würde auf eine robuste zukünftige Nachfrage nach den Abonnementprodukten von Salesforce hindeuten.

Anleger werden außerdem klarere Belege dafür sehen wollen, dass Agentforce Kundeninteresse und Testphasen in eine spürbare kommerzielle Nutzung überführt.

Wenn Salesforce nachweisen kann, dass AI das bestehende Geschäft ergänzt, statt Befürchtungen über eine beschleunigte Disruption zu schüren, könnte der Quartalsbericht den Katalysator liefern, der CRM im weiteren Verlauf von 2026 deutlich nach oben treibt.

Optionspreise sind vor den Q2-Zahlen bärisch

Interessanterweise geht der Optionsmarkt derzeit nicht davon aus, dass das Management von Salesforce auf diesen Gebieten überzeugen kann.

Laut Barchart liegt das Put‑zu‑Call‑Verhältnis für Kontrakte mit Verfall am 28. August derzeit bei 1,06, was auf eine bärische Schieflage vor der Quartalsveröffentlichung hindeutet.

Und der untere Preis dieser Kontrakte ist bei $193 angesetzt, was ein Potenzial für einen post‑earnings Rückgang von mehr als 6 % signalisiert.

Erwähnenswert ist zudem, dass der Relative‑Strength‑Index (RSI) von CRM bereits im mittleren 60er‑Bereich liegt, was darauf hindeutet, dass die Aktie sich in die Nähe überkaufter Regionen bewegt, die kurzfristig oft einen Abverkauf auslösen.

Wie man CRM‑Aktien auf dem aktuellen Niveau spielen kann

Die Salesforce‑Aktie geht mit einer deutlich niedrigeren Bewertung in den Earnings‑Call, als sie während ihrer Hochs 2025 hatte, was dem Unternehmen mehr Spielraum für positive Überraschungen gibt, falls sich die operative Performance verbessert.

CRM bleibt trotz der starken Erholung seit dem Juni‑Tief rund 20 % unter seinem bisherigen Jahreshoch von $266 – die übergeordnete Frage für die Investment‑These bleibt jedoch der AI‑Übergang.

Salesforce verfügt über den Vorteil einer großen installierten Unternehmenskundenbasis, proprietärer Geschäftsdaten und eines breiten Software‑Ökosystems, doch Anleger müssen sehen, dass sich diese Vorteile in nachhaltiges finanzielles Wachstum übersetzen.

Die Fähigkeit des Unternehmens, AI‑bezogene Umsätze auszubauen, ohne das Kerngeschäft mit Abonnements zu beschädigen, könnte daher wichtiger sein als ein moderater Quartalsüberraschungseffekt.

Mit einem durchschnittlichen Kursziel von Wall Street nahe $252 bleibt das Renditepotenzial beträchtlich, doch der Bericht vom August 26 wird voraussichtlich entscheidend dafür sein, ob Anleger CRM wieder eine höhere Bewertung zugestehen.

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