
Die Salesforce-Aktie hat ihre Rally ausgeweitet und testet nun eine wichtige Widerstandszone, während sich Trader auf den Quartalsbericht am Mittwoch konzentrieren. CRM ist diese Woche in den Bereich um $210 geklettert, ein Niveau, das mit dem Höchststand der Aktie im Juni übereinstimmt und damit ein natürlicher Punkt ist, um zu beobachten, wie der Kurs reagiert.
Dieser Widerstand wird am Mittwoch auf die Probe gestellt, wenn Salesforce die Zahlen fürs zweite Quartal nach Börsenschluss veröffentlicht.
Salesforce-Aktie erreicht einen entscheidenden Widerstandsbereich
Das Tageschart zeigt, dass die CRM-Aktie in den vergangenen Monaten eine starke Rally verzeichnet hat und sich von einem Tief bei $144 bis zum aktuellen Niveau von $210 bewegt hat. Sie ist über den 50‑Tage‑EMA ausgebrochen, was in der technischen Analyse ein bullisches Signal darstellt.
Der Average Directional Index (ADX) ist auf 21 gesprungen, sein höchster Stand seit dem 11. März dieses Jahres. Dieser Anstieg deutet darauf hin, dass die Rally an Momentum gewinnt. Auch der Relative Strength Index (RSI) steigt weiter.
Auf der negativen Seite hat die Aktie ein aufsteigendes Keilmuster ausgebildet, ein häufiges bärisches Umkehrsignal in der technischen Analyse. Dieses Muster führt über die Zeit oft zu einem bärischen Ausbruch. Ein Ausbruch über diesen Widerstand würde hingegen auf weitere Gewinne hinweisen, möglicherweise bis auf $242, das 78.6% Fibonacci‑Retracement‑Level.

CRM-Aktienchart | Quelle: TradingView
Salesforce-Zahlen geben Hinweise zum Wachstum
Die CRM-Aktie hat in den vergangenen Monaten stark zugelegt und spiegelt damit die Entwicklung der meisten Softwareunternehmen wider, darunter bekannte Namen wie Intuit, Workday und Autodesk.
Die jüngsten Ergebnisse zeigten, dass Salesforces Umsatz im ersten Quartal um 13% auf $11,1 Milliarden gestiegen ist, wobei Informatica $444 Millionen beigetragen hat. Die verbleibende Performance‑Verpflichtung stieg um 11% auf $67,9 Milliarden, da mehr Unternehmen die Plattform nutzten. Die Prognose fiel jedoch vergleichsweise schwächer aus als erwartet.
Für die kommenden Zahlen wird erwartet, dass der Umsatz im zweiten Quartal um 10% auf $11,32 Milliarden gestiegen ist. Wie im ersten Quartal dürften die Zahlen durch die Übernahme von Informatica einen Schub erhalten.
Investoren werden darauf achten, ob das Unternehmen weiter wächst, was helfen würde, die SaaSpocalypse‑Befürchtungen auszuschließen. Dabei handelt es sich um Sorgen, dass Unternehmen in der Softwarebranche durch KI‑Tools gestört werden könnten.
Analysten haben ihre CRM‑Prognosen jüngst nach oben revidiert. So hoben BMO Capital Markets Analysten das Kursziel von $215 auf $230, während Guggenheim das Ziel auf $228 anhob. Cantor Fitzgerald und JPMorgan erhöhten das Ziel auf $250.
Viele Analysten verweisen darauf, dass die Nachfrage nach den Lösungen des Unternehmens trotz KI‑Disruption anhalten dürfte. Zudem verzeichnen seine KI‑Tools steigende Nachfrage: Agentforce und Data 360 weisen ein ARR von $3,4 Milliarden auf.
Salesforce gilt außerdem als stark unterbewertet, was für ein Unternehmen mit Blue‑Chip‑Status bemerkenswert ist. Das erwartete Kurs‑Gewinn‑Verhältnis (forward P/E) liegt bei 14.80, deutlich unter dem Sektormedian von 23. Die Rule‑of‑40‑Kennzahl auf EBITDA‑ und FCF‑Basis beträgt jeweils 40% bzw. 49%.
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