
Der S&P 500-Index und seine führenden ETFs wie VOO und SPY haben sich in den letzten Tagen zurückgezogen, da die Sorgen über die stark steigende US-Staatsverschuldung anhielten. Er zog sich auf 7,674 Punkte zurück, leicht unter dem Allzeithoch von 7,820 Punkten. Dieser Artikel beleuchtet einige der wichtigsten Katalysatoren, die diese Anlagen in dieser Woche antreiben werden.
Nvidia, Marvell und Salesforce: Quartalszahlen
Der wichtigste Katalysator für den S&P 500-Index und seine ETFs wie VOO und SPY ist der bevorstehende Nvidia-Quartalsbericht. Das Ergebnis wird entscheidend sein, da Nvidia das größte Indexgewicht ist und am stärksten vom KI-Boom profitiert.
Analysten erwarten, dass die Zahlen zeigen werden, dass der Umsatz im zweiten Quartal nahezu verdoppelt wurde, gestützt durch die starke Nachfrage nach GPUs und Servern. Eine deutliche Gewinnüberraschung mit anschließender Prognoseanhebung sowie ein möglicher Aktienrückkauf wären sehr bullish für die Aktie.
In dieser Woche werden weitere Quartalsberichte folgen. Neben Nvidia veröffentlicht Marvell Technologies später in der Woche seine Zahlen. Diese sind besonders wichtig, da sie eine Woche nach einem $12 billion-Deal mit Google vorliegen.
Vor allem erhalten Anleger Ergebnisse von Unternehmen wie Salesforce, Autodesk, CrowdStrike, Workday und Synopsys, unter anderem. Diese Zahlen kommen zu einer Zeit, in der die Nachfrage nach Software im Zuge des anhaltenden KI-Booms beobachtet wird.
Jackson Hole Symposium
Weitere Börsennachrichten dieser Woche stammen aus Wyoming, wo sich Zentralbankvertreter in Jackson Hole treffen. Das Treffen ist bedeutend, weil es das erste in der Ära Kevin Warshs sein wird. Historisch hat dieses Symposium Hinweise darauf gegeben, was zu erwarten ist.
Beispielsweise signalisierte Jerome Powell in einer Erklärung 2024, dass die Bank beginnen werde, die Zinssätze zu senken, womit die Zinserhöhungszyklen 2023 und 2023 beendet wurden. Marktteilnehmer hoffen, dass Warsh eine Vorwärtsorientierung liefern wird.
Neben dem Jackson Hole Symposium gibt es diese Woche einige wichtige makroökonomische Ereignisse zu beobachten. Das Conference Board wird am Dienstag den aktuellen Verbraucherzuversichtsbericht veröffentlichen. Außerdem veröffentlicht die USA later in der Woche den neuesten Bericht zu den persönlichen Konsumausgaben (PCE). Diese Daten werden weitere Hinweise darauf geben, was von der Fed zu erwarten ist.
USA kündigen Iran-Sanktionen an, während Iran mit Eskalation droht
Unterdessen reagiert der Aktienmarkt auf fallende Rohölpreise; Brent und WTI bewegen sich bei jeweils $91 bzw. $84. Dieser Ausverkauf erfolgt im Kontext von Berichten, wonach die USA ihre Begleitschutzoperationen für Tanker durch die Straße von Hormus verstärken. Berichten zufolge passieren Millionen von Barrel die Meerenge.
Mit Blick nach vorn werden die USA heute weitere Sanktionen gegen Iran bekanntgeben. Diese Sanktionen werden eine wirtschaftliche Blockade umfassen, die die Schlupflöcher schließt, die dem Iran Geschäftsaktivitäten ermöglicht. Iran hat gewarnt, dass es Vergeltungsmaßnahmen ergreifen werde, insbesondere gegen die Vereinigten Arabischen Emirate (UAE). Daher besteht die Möglichkeit, dass eine Eskalation zu höheren Ölpreisen und zu Volatilität am Aktienmarkt führt.
Separat wird der Aktienmarkt auf die jüngsten Kanada‑USA-Spannungen reagieren, nachdem Gespräche zwischen beiden gescheitert sind. Trader werden darauf warten, dass Trump to TACO (Trump Always Chickens Out) — eine Entwicklung, die für den Aktienmarkt bullisch wäre. Zusätzlich werden Händler die Volatilität in der Branche der künstlichen Intelligenz im Auge behalten.
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