
Rothschild & Co Redburn hat Apple eine positive Hochstufung gegeben, Analysten verweisen auf den geplanten Eintritt in den Markt für faltbare Smartphones des Unternehmens und auf eine mögliche Neuausrichtung seiner Strategie für künstliche Intelligenz.
Redburn stufte Apple von Neutral auf Buy hoch und hob das Kursziel von $260 auf $400 an.
Das neue Kursziel impliziert ein Aufwärtspotenzial von 31% gegenüber dem Schlusskurs von Apple am Freitag von $305.93.
Die von Timm Schulze-Melander geführten Analysten erwarten, dass Apple im September ein faltbares iPhone vorstellt und prognostizieren Verkäufe von 14 Millionen iPhone-Ultra-Einheiten im Geschäftsjahr 2027.
Davon sollen nur rund 4 Millionen Verkäufe Kannibalisierungen bestehender iPhone-Modelle darstellen.
Der Broker schätzt, dass das Gerät zu einem Preis von $2,199 angeboten wird, was einem Aufschlag von 83% gegenüber dem iPhone 17 Pro Max entspricht.
Redburn ist der Ansicht, dass Apple Märkte neu formt, sobald das Unternehmen in neue Produktkategorien eintritt.
Zum Beispiel haben AirPods und die Apple Watch nach ihren Markteinführungen schätzungsweise 65%–75% des zusätzlichen Mengenwachstums in ihren jeweiligen Märkten erzielt.
Die Analysten erwarten, dass das faltbare iPhone den durchschnittlichen Verkaufspreis (ASP) des iPhone bis Juni 2027 um 11% anheben wird.
KI-Strategie könnte einen weiteren Katalysator bieten
Apples Bemühungen im Bereich künstlicher Intelligenz bleiben jedoch ein Sorgenpunkt, wobei Redburn die Apple-Intelligence-Strategie bislang als enttäuschend beschreibt.
Für einige KI-Funktionen, einschließlich des überarbeiteten Siri, setzt das Unternehmen auf eine angepasste Version von Googles Gemini-Modell.
Apple zahlt Berichten zufolge rund $1 Milliarde jährlich für den Zugang zum Modell, während Google Apple etwa $27,5 Milliarden pro Jahr für Suchplatzierungen auf seinen Geräten zahlt.
Redburn ist der Ansicht, dass Apple seine Abhängigkeit von Google durch die Nutzung von Open-Source-KI-Modellen reduzieren könnte, möglicherweise in Zusammenarbeit mit Nvidia. Die Analysten beschrieben den potenziellen Ansatz als „Fast Follower 2.0“.
Nvidias Nemotron-Modelle könnten laut den Analysten eine Leistung bieten, die mit führenden geschlossenen Modellen vergleichbar ist, wobei sie jedoch anerkennen, dass die Beziehungen zwischen Apple und Nvidia historisch angespannt waren.
Ein Open-Source-Ansatz könnte Apple größere Flexibilität geben und gleichzeitig die Kosten und Risiken reduzieren, die mit der internen Entwicklung fortschrittlicher KI-Modelle verbunden sind.
Risiken bestehen weiterhin für das bullische Szenario
Redburn prognostiziert, dass Apples iPhone-Umsatz zwischen dem Geschäftsjahr 2026 und 2030 um 3%–14% über den Konsensschätzungen liegen wird.
Seine Gesamtergebnisprognosen liegen bis zum Geschäftsjahr 2030 um 8%–18% über dem Konsens.
Verzögerungen beim faltbaren iPhone, Probleme mit der Sichtbarkeit von Displayfalten und Zweifel an der Haltbarkeit des Scharniers könnten jedoch die Investment-These untergraben.
Die Konsumentennachfrage ist eine weitere Unsicherheit.
Eine CNET-Umfrage aus 2023 ergab, dass 64% der Befragten kein faltbares Mobiltelefon möchten, während eine neuere Forbes-Umfrage zeigte, dass 61% angaben, Apples Markteintritt würde ihr Vertrauen in die Kategorie sofort steigern.
IDC-Analysten erwarten, dass die weltweiten Verkaufszahlen faltbarer Smartphones um 19% steigen würden, falls Apple sein faltbares iPhone 2026 auf den Markt bringt, wobei das Unternehmen potenziell etwa 24% des Weltmarkts erobern könnte.
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