
Die Figma-Aktie hat sich in den vergangenen Wochen moderat erholt und zeigt Anzeichen einer Bodenbildung. FIG sprang am Donnerstag auf $26.35, nach dem Doppelboden bei $16.80. Diese Erholung könnte sich fortsetzen, da sich technische Indikatoren und Fundamentaldaten zunehmend angleichen.
Technische Indikatoren bei Figma deuten auf weitere Gewinne hin
Das Tageschart zeigt, dass der Figma-Aktienkurs in den vergangenen Wochen eine Erholung hingelegt hat. Er bildete einen Doppelboden bei $16.80, dem Tiefststand im Mai und Juni dieses Jahres. Die Nackenlinie lag bei $27.80, dem Höchststand vom 1. Juni.
Der Doppelboden hat eine Höhe von $11. Addiert man diese Höhe auf die Nackenlinie, ergibt sich ein Ziel bei $38, was etwa 47% über dem aktuellen Niveau liegt.
Weitere technische Indikatoren sind stark bullisch für Figma-Aktien. Der Kurs stieg über den 50-Tage-Exponential Moving Average (EMA). Gleichzeitig sind der Relative Strength Index (RSI) und die MACD-Indikatoren in den vergangenen Wochen weiter gestiegen.
Die bullische Prognose wäre hinfällig, falls der Kurs unter den Doppelboden bei $16.80 fällt.

Chart der Figma-Aktie | Quelle: TradingView
Figma-Geschäft läuft trotz KI-Disruption gut
Ein Grund für den Kurssturz der Figma-Aktie nach dem Börsengang (IPO) sind die anhaltenden „SaaSpocalypse“-Befürchtungen. Investoren fürchten, dass fortschrittliche KI-Tools von Unternehmen wie Anthropic und OpenAI das Geschäft stören könnten.
Der Absturz von Figma spiegelte auch den anderer Softwareunternehmen wie Adobe, ServiceNow und Atlassian wider. In jüngster Zeit gibt es jedoch Anzeichen für eine Wende, wie der jüngste Kursanstieg bei Atlassian zeigt.
Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass Investoren beginnen, das Tief zu kaufen. So schoss die Workday-Aktie deutlich nach oben, nachdem Berichte erschienen, wonach Silver Lake ein Gebot für das Unternehmen prüfte. Es ist wahrscheinlich, dass viele dieser Softwarefirmen jetzt zu Übernahmezielen werden, da sie zu Schnäppchenpreisen gehandelt werden. Figma hat beispielsweise eine Marktkapitalisierung von $14 billion, deutlich weniger als die $20 billion, die Adobe für eine Übernahme anstrebte.
Die jüngsten Zahlen zeigten, dass das Wachstum des Unternehmens anhielt. Der Umsatz stieg um 48% auf $370 million und lag damit über der eigenen Prognose. Auch die Analystenerwartungen wurden übertroffen.
Weitere Daten zeigen, dass Figmas Bruttomarge auf 84% kletterte, wobei das Unternehmen das Quartal mit $1.7 billion in liquiden Mitteln beendete. In den letzten Monaten hat Figma trotz der KI-Disruptionsbefürchtungen weiterhin Kunden hinzugewonnen.
Es gibt Anzeichen, dass Figma ein Schnäppchen ist, insbesondere bei Anwendung der Rule-of-40-Kennzahl. Basierend auf einer Non-GAAP-Betriebsmarge von 10% und einem Umsatzwachstum von 48% ergibt sich ein Multiplikator von 58%. Ein Rule-of-40-Multiplikator von 58 deutet darauf hin, dass das Unternehmen stark unterbewertet ist.
Das Unternehmen dürfte sogar vom anhaltenden KI-Boom profitieren, wie das Management in der letzten Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen hervorhob. Der CEO sagte:
„Die Chance ist größer, als wir selbst erwartet haben. Die Werkzeuge verändern sich, die kreativen Möglichkeiten weiten sich aus und Figma befindet sich an vorderster Front dieses Wandels.“
Diese Einschätzung erklärt, warum Analysten überwiegend bullisch für die Aktie sind. Citigroup hat das Kursziel von $35 auf $37 angehoben, Morgan Stanley hob es auf $33 an. Der optimistischste Analyst ist Mark Murphy von JPMorgan, der ein Kursziel von $42 ausgibt.
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