Nachdem die TUI-Aktie bereits im Vorfeld der Quartalszahlen zum Wochenbeginn um fast -5% nachgegeben hat, reagiert sie auch am Mittwochmorgen mit einem leichten Minus auf die jüngsten Zahlen. Fielen sie denn wirklich so schlecht aus und wie sollten Anleger auf sie reagieren?
Gar nicht mal so schlecht
Die TUI Group hat zur Wochenmitte ihre Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 veröffentlicht. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Reisekonzern nach dem Rekordvorjahr eine recht solide operative Entwicklung gezeigt hat, die jedoch von geopolitischen Unsicherheiten und Einmaleffekten beeinflusst wurde.
Der Konzernumsatz lag im abgelaufenen Vierteljahr bei 5,82 Milliarden, was einen Rückgang von ca. 6% gegenüber dem starken Vorjahresquartal darstellt. Die Zahl der Kunden verringerte sich zuletzt um 3% auf 9,9 Millionen.
Das bereinigte EBIT belief sich auf 234,6 Millionen € — ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Wert von 320,6 Millionen € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die drei Geschäftsfelder Hotels, Kreuzfahrten und Aktivitäten leisteten einen positiven Beitrag zum operativen Ergebnis. Den größten Anteil hatte die Sparte Kreuzfahrten mit einem bereinigten EBIT von 132,4 Millionen €, gefolgt von Hotels & Resorts mit 122,7 Millionen €. Auch die Event-Sparte TUI Musement steuerte 22,7 Millionen € zum EBIT bei.
Verlustbringer war hingegen der Bereich Märkte (Veranstaltergeschäft) & Airline. Dieses Segment verbuchte einen EBIT-Verlust von -17,4 Millionen €. Hier schlug sich die Zurückhaltung der Kunden sowie ein Trend zu sehr kurzfristigen Last-Minute-Buchungen stärker nieder.
Trotz des Umsatz- und Ergebnisrückgangs im Sommerquartal hält der TUI-Vorstand an den Finanzzielen für das gesamte Geschäftsjahr 2026 fest. Das bereinigte Ergebnis wird in einem Korridor zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden € gesehen. Das Management betonte im Rahmen der Zahlenvorlage, dass der jüngste Buchungstrend in den vergangenen Wochen wieder spürbar an Dynamik gewonnen hat (+7% beim Buchungsvolumen in den letzten vier Wochen).
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Ausführliche Chartanalyse
Eine ausführliche Chartanalyse der TUI-Aktie findet ihr bei meinem Kollegen Christian Kämmerer.
Die Bewertung ist zu pessimistisch
Wie in meiner gestrigen Analyse der TUI-Aktie im Vorfeld der Zahlen möchte ich auch im Nachgang meine Kaufempfehlung bestätigen. Das Papier des weltgrößten Touristikkonzerns ist mit einem Forward-KGV von knapp unter 5 meiner Überzeugung nach zu niedrig bewertet.
Das Quartalsergebnis zeigt, dass TUI trotz steigender Kosten, vor allem für Treibstoffe, gut in der Lage ist, operativ profitabel zu wirtschaften. Im Klartext: Der Reisekonzern kann Preissteigerungen an seine Kunden weitergeben.
Abschließend ein Tipp: Wenn Du aussichtsreiche Aktien mit aktuell positivem Momentum suchst, schaue doch mal in unseren kostenlosen Report Top-Picks 2026.
Das stimmt mich positiv für die Zukunft. TUI wird auch in den kommenden Jahren moderat wachsen und hat gleichzeitig noch Potenzial zur Erhöhung seiner Marge. Eine derart niedrige Bewertung der TUI-Aktie ist meiner Ansicht nicht gerechtfertigt.
TUI in Kürze
- Die TUI AG (WKN: TUAG50) gehört weltweit zu den größten Touristikkonzernen.
- TUI betreibt eigene Hotels, Fluggesellschaften und Kreuzfahrtschiffe sowie Reisebüros, Incoming-Agenturen und Reiseveranstalter.
- Der Konzern hat einen rechtlichen Doppelsitz in Berlin und Hannover, wobei die Konzernverwaltung in der niedersächsischen Landeshauptstadt angesiedelt ist.
- TUI ist Mitglied im deutschen Nebenwerteindex MDAX und aktuell ca. 3,7 Milliarden € wert.
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